Dézaley – die Krone der Waadtländer Weinberge

Unter den acht Terroirs im Schweizer Weinbaugebiet Lavaux gehört Dézaley zu den führenden. Nicht umsonst wurde dem reichhaltigen Dézaley-Wein das Attribut „Grand Cru“ verliehen, um seinen Status als Qualitätswein hervorzuheben. Und so darf auch nur der Wein heissen, der im umgrenzten Gebiet der Gemeinde Puidoux wächst.

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Geografische Lage: Wo liegt Dézaley?

Dézaley ist ein steiler Nagelfluhhang zwischen Espesses und Rivaz in der Gemeinde Puidoux im Kanton Waadt. Auf einer Rebfläche von etwa 54 Hektar, die sich rund 150 Eigentümer und 60 Winzer teilen, gedeiht hier eine Vielfalt an Rebsorten. Die Weine, die aus ihnen gekeltert werden, weisen je nach Anbaumethode und Verarbeitung ganz eigene Besonderheiten auf. Eines haben alle Weine hier jedoch gemeinsam: ihre hervorragende Reblage.

Der Steilhang mit Blick über den Genfersee wurde von Gletschern geformt, wovon noch Überreste der Moränen zeugen. Der Boden ist lehmig und dadurch schwer zu bearbeiten, den Trauben bekommt er aufgrund seines hohen Ton- und Kalkgehalts jedoch sehr gut. Gerade weil die Rebsorten tief ins Erdreich reichende Wurzeln ausbilden müssen, um an die Nährstoffe zu kommen, können sie ihre feinmaschige Aromatik entwickeln. Das Klima verleiht dem Dézaley-Wein seine Rasse sowie ein blumig-fruchtiges Aroma, das Mandel-, Honig- und Karamell-Noten aufweist.

Geschichte: Wie entstand der erste Dézaley-Wein?

Die Geschichte dieses Weingebiets begann 1141, als der Bischof von Lausanne den Hang unter zwei Klöstern aufteilte, Haut-Crêt und Montheron. Es waren die Mönche dieser Abteien, die den Boden urbar machten und darauf den ersten Wein anbauten. Nach der Eroberung des Waadtlandes übernahmen die Berner das Gebiet Haut-Crêt, das von da an als Dézaley d’Oron bezeichnet wurde. 1803 fielen das Gut sowie Montheron (Dézaley de la Ville) zusammen mit dem Landhaus La Belle du Dézaley und der gotischen Kapelle aus dem 15. Jahrhundert an die Stadt Lausanne.

Ab dem 18. Jahrhundert wurden im Dézaley die Weinterrassen angelegt, aus deren Reben heute einer der besten Schweizer Weissweine gewonnen wird. Die Bestockung, die Dichte der Rebstöcke, der Ertrag pro Quadratmeter, der geringe Zuckergehalt und andere Merkmale entwickelten sich in diesem Weingebiet so positiv, dass dem Dézaley-Wein mittlerweile die Appellation vom Kanton verliehen wurde und er mit der Auszeichnung „Grand Cru“ zu den Spitzenweinen des Landes gehört.

Edle Chasselas-Tropfen probieren: Welchen Dézaley kaufen?

Mit 90 Prozent Rebflächenanteil ist der Chasselas die wichtigste Weissweinsorte im Dézaley. Je nach Reifegrad und Terroir liefert die Rebe fruchtige, aromareiche Weine mit einer komplexen Gehaltspalette von leicht süffig bis kräftig alkoholbestimmt. So zeichnet sich der Chasselas aus dem Dézaley durch seine geringe Säure und einen kräftigen Körper aus. Er ist lagerfähig und expressiv in jungen Jahren: Mandel, Mirabelle, Akazienhonig – feine Noten, die am Gaumen einen harmonischen Eindruck hinterlassen. Intensives, lebhaftes Blütenaroma, mineralische Noten und ein Hauch von Karamell zeichnen ihn aus. Zur verspielten Fruchtigkeit kommt ein kräftiges, aufblühendes Bouquet. Der Chasselas passt hervorragend zu Käsespeisen wie Fondue oder Raclette.

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