Spaniens unverwechselbare Schaumweine

Aus Spanien kommen Schaumweine, die mit der Güte eines Champagners mithalten können und dennoch ihren ganz eigenen Charakter haben. Die weissen und roséfarbenen Tropfen überzeugen durch ihre erfrischende Spritzigkeit und das ausgewogene Aroma. Erstklassig ist der aus heimischen Traubensorten gekelterte Cava. Das Aushängeschild katalanischer Winzer gilt weltweit als Champion unter den spanischen Schaumweinen. Ein strikt geregeltes und kontrolliertes Produktionsverfahren sichert seine hohe Qualität.

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Was zeichnet einen Schaumwein aus Spanien aus?

Die Produktion von Schaumwein läutete in Spanien, insbesondere in der westlich von Barcelona gelegenen Region Penedès, eine neue Ära des Weinanbaus ein. Seit vielen Jahrzehnten erfreuen sich die Cava genannten spanischen Schaumweine grosser Beliebtheit. Modernisierung des Anbaus sowie önologische Entwicklungen wurden ständig vorangetrieben. An der Spitze der Cava-Produktion steht Katalonien. Dort wurde er das erste Mal gekeltert und in dieser Region gedeihen die für seine Vinifizierung notwendigen Trauben. Er ist ein spanischer Schaumwein von höchster Qualität. Der Anbau seiner Trauben, die Kelterung und Lagerdauer unterliegen strengen Auflagen. Gerade das spezifische und sehr aufwendige Gärverfahren verleiht ihm den besonderen spritzigen Ausdruck. 

Ein Wein darf sich nur dann Cava nennen, wenn er diesen Qualitätsrichtlinien genügt. Auf der Flasche eines echten Cavas prangt die überregionale Qualitätsbezeichnung „Denominación de Origen Cava“, kurz: DO Cava. Auch ein Blick auf den Korken verrät, ob es sich um einen edlen Tropfen handelt: Auf allen unverfälschten Cavas ist hier ein vierzackiger Stern aufgedruckt. Der Name Cava steht für eine unterirdisch angelegte Kellerei. Damit verweist er auf einen wichtigen Schritt des Produktionsverfahrens, das in Spanien für diesen Schaumwein Pflicht ist: die Hefelagerung. Da diese bei niedrigen Temperaturen erfolgen muss, reifen die mit Hefe versetzten Flaschen zumeist in Cavas. 

Alle übrigen spanischen Schaumweine fallen aufgrund eines anderen Fermentationsverfahrens nicht in diese Kategorie. Aufschluss über die Gärmethode geben spezielle Bezeichnungen. Je nachdem, ob die Gärung in der Flasche oder in Tanks erfolgte, wird die Klassifizierung „Fermentación en botella“ oder „Fermentació en ampolla“ verwendet. So werden die sogenannten Granvas erst nach einer in Tanks und unter hohem Druck erfolgten Zweitgärung abgefüllt. Die Kennzeichnung „vi gasificat“ bedeutet wiederum, dass die Kohlensäure nicht aus der Gärung stammt, sondern einem Stillwein nachträglich hinzugesetzt wurde. Bei anderen Schaumweinen erfolgt zudem nur eine kurze Hefelagerung.

Strenge Herstellungsrichtlinien bei spanischen Schaumweinen

Bei der Herstellung eines Cavas wird einiger Aufwand betrieben, um einen schäumenden Tropfen von frischem Aroma zu gewinnen. 1860 kelterte Josep Raventós den ersten Cava. In der Champagne hatte er die „Méthode champenoise“ für den berühmten Champagner kennengelernt und versuchte, diese mit heimischen Traubensorten nachzuahmen.

Das Herstellungsverfahren ist das gleiche wie in der Champagne, lediglich der Name unterscheidet einen Champagner von einem Cava. Da die Bezeichnung „Champagner“ jedoch geschützt ist, steht allein französischen Erzeugnissen aus der Champagne dieser Name zu. In Spanien wird der Schaumwein daher nach der „Método tradicional“ gekeltert. In zahlreichen Verarbeitungsschritten und unter strenger Kontrolle erfolgen dabei die Zusammenstellung des Cuvées aus den Grundweinen, die Beigabe der Dosage, zwei Flaschengärungen, eine lange Hefelagerung sowie das Rütteln der Flaschen vor der Entfernung des Hefesatzes.

Eine eigene Prägung erhält ein spanischer Schaumwein durch Traubensorten, die auf spanischem Boden gedeihen. Nicht die für den französischen Edeltropfen typischen Rebsorten Pinot Gris oder Pinot Blanc werden verarbeitet, sondern in aller Regel aus Spanien stammende Trauben, die im weltweiten Vergleich sehr selten sind. Nur wenige Sorten sind für den Cava zugelassen. Klassisch ist die Dreierkombination: Xarel-Lo, Macabeo, Parellada. Die weissen und zuckerreichen Xarel-Lo-Trauben geben dem Cava Körper und Alkohol. Macabeo sorgt für Frische sowie eine ausgeglichene Säurestruktur und fügt dem Schaumwein fruchtige Noten hinzu, die an Apfel erinnern. Parellada gleicht die Gegensätze der beiden anderen Trauben aus und verleiht ihm Eleganz. Jedoch erfreuen sich seit einiger Zeit auch reinsortige Cavas grosser Beliebtheit. Zumeist liefert Chardonnay den Traubensaft dafür.

Die Bodenbeschaffenheit sowie das Klima tut ein Übriges, um spanischen Schaumweinen einen unverwechselbaren Charakter zu verleihen. Haupterzeuger für Cava ist die katalanische Weinregion Penedès. Die Qualitätsbezeichnung D.O. Cava beschränkt sich jedoch nicht nur auf Penedès. Kleinere Mengen werden auch in den Weinanbaugebieten Rioja, Navarra und Aragón erzeugt.

Verschiedene Sorten 

Ein Cava aus Spanien ist immer ein hochwertiger Schaumwein. Dennoch gibt es Unterschiede. Cavas reifen mindestens neun Monate auf der Hefe. Flaschen mit Jahresangabe ruhen zwei Jahre lang und die ausgezeichneten Gran Reservas mindestens 30 Monate. Diese halten mit Spitzenchampagner mit und werden vor allem aufgrund ihres blumigen Aromas geschätzt.

Zudem gibt es verschiedene Geschmacksrichtungen. Je nach Restzuckergehalt fallen sie trocken oder lieblich aus. Ein Brut verfügt über weniger als 15 Gramm Restsüsse pro Liter, ein Extra Brut unter 3 Gramm pro Liter. Spitzenprodukte ohne Restzucker, Brut natural, sind nicht etwa sauer, sondern angenehm spritzig und kommen sehr leicht daher. Wer es hingegen besonders süss mag, sollte einen Dulce wählen.

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