Schaumwein in Frankreich: Tradition, Qualität, Vielfalt

Crémant, Champagner und Blanquette de Limoux: Die Namen französischer Schaumweine klingen nicht nur schön. Der Schaumwein Frankreichs überzeugt auch mit ausgewogenem Geschmack, frischer Säure und spannenden Aromen. Die spritzigen, edlen Tropfen werden in Frankreich seit Jahrhunderten mit grösster Sorgfalt hergestellt. Entdecken Sie die Vielfalt der Schaumweine aus Loire, Champagne und Alsace.

Französischer Schaumwein: Strenge Regeln für hohe Qualität

Bei französischen Schaumweinen ist es wie bei allen Schaumweinen vorgeschrieben, dass sie mindestens 3 bar Überdruck haben. Die Qualitäts-Schaumweine haben zudem einen Alkoholgehalt von mindestens 9,5 % vol. Die Geschmacksangaben geben Auskunft über den Restzuckergehalt. Dieser reicht von naturherb (mit „brut nature“ oder „zero“ gekennzeichnet) und weniger als 3 g/l Zucker, bis zu mild („doux“) mit über 50 g Zucker pro Liter.

Schaumweine werden in der Regel aus bis zu 30 Grundweinen gemischt, um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Nach der Assemblage findet eine zweite Gärung statt, die bei besonders hochwertigen Schaumweinen Frankreichs – wie dem Champagner – in der Flasche abläuft. Auch eine Gärung im Tank oder Fass ist möglich. Wenn es keine zweite Gärung gab, sondern die Kohlensäure dem Wein künstlich hinzugefügt wurde, muss dies auf der Flasche vermerkt sein mit „Vin de mousseux gazéifié“.

Neben der zweiten Gärung ist auch die Lagerung des Schaumweins auf dem Bodensatz aus abgestorbenen Hefezellen ein wichtiger Teil des Herstellungsprozesses, der jedoch unterschiedlich lang ausfällt. Wenn der französische Schaumwein mit „Méthode classique“ oder „traditionelle“ gekennzeichnet ist, wurde er wie ein echter Champagner hergestellt, stammt jedoch aus anderen Regionen Frankreichs. Der Schaumwein wird dann auch als Crémant bezeichnet. Zu diesen sogenannten Crémants gehören viele sehr hochwertige Schaumweine aus Frankreich.

Champagner: Der berühmteste Schaumwein Frankreichs

Als Champagner darf nur ein solcher Schaumwein bezeichnet werden, der nach strengen Regeln hergestellt wurde. Die Trauben müssen aus der Champagne stammen und auch dort verarbeitet worden sein. Die Bezeichnung „Méthode champenoise“ lässt dann keinen Zweifel an der Echtheit. Champagner gibt es nur in Weiss und Rosé, roter Champagner ist nicht zugelassen. Nur sieben Rebsorten dürfen zu Champagner verarbeitet werden. Den Grossteil nehmen Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay ein.

Viele Schritte müssen bei der Herstellung eingehalten werden: Die wichtigsten sind die zweite Gärung in der Flasche, die Lagerung auf dem Bodensatz aus abgestorbenen Hefezellen für mindestens 12 Monate und die Rüttelung der Flaschen per Hand, damit sich der Bodensatz im Flaschenhals sammelt und entfernt werden kann.

Genauere Informationen zum Thema Champagner, etwa zum Herstellungsprozess und Tipps zur Lagerung, bekommen Sie auf unserer eigens eingerichteten Themenseite zum Champagner. Neben einer Erklärung wichtiger Fachbegriffe finden Sie dort auch interessante Artikel zum berühmtesten Schaumwein Frankreichs und über die aktuellen Trends in der Champagne.

Crémants aus Loire und Alsace

Neben Champagner werden noch zahlreiche weitere Schaumweine in Frankreich produziert. Die Crémants de Loire sind ebenfalls für ihre hohe Qualität bekannt. Das Gebiet an der Loire – und dort vor allem der Bereich Saumur – ist das zweitgrösste Zentrum für Schaumwein in Frankreich. Auch Crémant d’Alsace wird nach der traditionellen Champagner-Methode hergestellt. Im Elsass werden vor allem Pinot Blanc, Pinot Gris und Riesling verarbeitet. Damit gibt es eine grosse Vielfalt an verwendeten Rebsorten mit unterschiedlichen Geschmäckern innerhalb der Qualitäts-Schaumweine aus Frankreich.

Schaumwein aus Frankreich: Seit 1531 in Languedoc-Roussillon

Die Region Languedoc-Roussillon beansprucht für sich, dass dort bereits vor dem Champagner ein perlender Schaumwein hergestellt wurde. Der Blanquette de Limoux ist das Aushängeschild der Region und wird zu mindestens 90 % aus Mauzac (hier Blanquette) und Chenin Blanc sowie Chardonnay nach der „Méthode classique“ produziert. Blanquette de Limoux ist in allen Süssegraden erhältlich.

Blanquette Méthode Ancestrale wird so hergestellt wie vermutlich bereits der in einem Dokument von 1531 erwähnte Schaumwein dieser Region: Der noch nicht bis zum Ende vergorene Wein wird in Flaschen abgefüllt und gärt dort zu Ende. Der Schaumwein perlt daher weniger und ist leicht trüb, da die Rückstände und Schwebeteilchen in der Flasche verbleiben.

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Die meisten Schaumweine sollten Sie frisch und spritzig geniessen und nicht zu lange lagern. Hochwertige Tropfen – allen voran der Champagner – können und sollten jedoch durchaus länger gelagert werden.