Frankreich – Herkunftsland des Champagners

Zu keinem festlichen Anlass darf das feine Prickeln eines Champagners fehlen. Einzig und allein dem französischen Weinanbaugebiet Champagne kommt die Ehre zu, den Schaumwein der Oberklasse herzustellen. Das prestigeträchtige Etikett „Champagner“ ist wohlverdient. Ausgezeichnete Bodenqualität, die Kunst der französischen Kellermeister und strenge Qualitätskontrollen bringen einen einzigartigen Perlwein hervor. Einem komplizierten Verfahren folgt die Assemblage sorgfältig ausgewählter roter und weisser Edeltrauben. Der Verschnitt bewirkt verschiedenste Geschmacksausrichtungen. Das genaue Rezept ist ein wohlgehütetes Geheimnis der Kellermeister.

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Französische Champagner für einen prickelnden Genuss

Die zweifache Gärung verleiht dem Cuvée aus verschiedenen Rebsorten den feinen prickelnden Charakter. Fruchtig, blumig, süss oder trocken: Ein breites Spektrum an Geschmacksausprägungen ist möglich. Die spezielle Assemblage der verschiedenen Traubensorten aus unterschiedlichen Terroirs, die Komposition aus mehreren Jahrgängen sowie die Dosage verleihen in Frankreich jedem Champagner einen unverkennbaren Ausdruck. Ein Champagner in Frankreich wird entweder als Jahrgangswein oder als Brut ausgebaut.

Champagner ist weit mehr als ein extravagantes Luxusgetränk, das ausschliesslich Kaviar zur Seite gestellt wird. Dank seiner verschiedenen Ausprägungen ist er ein idealer Partner für eine grosse Vielfalt an Speisen und kann ein ganzes Menü begleiten. Frische und trockene Champagner aus Frankreich – wie viele Brut-Weine oder ein junger Blanc de Blanc, der seine Spritzigkeit aus den Chardonnay-Trauben bezieht – passen hervorragend zum Aperó. Diese trockenen Perlweine harmonieren aufgrund ihres hohen Säureanteils und ihrer Frische gut mit Fischgerichten. Zu kräftigeren Speisen sollten hingegen Jahrgangsweine gereicht werden. Halbtrockener französischer Champagner beschliesst als Dessertwein das Menü.

Der edle Schaumwein schmeckt gekühlt am besten. Um die wertvolle Flasche auf Temperatur zu bringen, empfiehlt es sich, sie vor dem Servieren in einem mit Eiswürfeln befüllten Behältnis aufzubewahren. Zwischen 8 und 11 Grad sind ideal. Denn das wohlkomponierte Zusammenspiel der Aromen, die sich im Verlauf mehrerer Lagerjahre bildeten, ist fragil und verflüchtigt sich rasch. Eine kühle Lagerung und behutsames Flaschenöffnen statt Korkenknallen bewahrt es.

Der einzig Wahre – Champagner aus Frankreich

Erstmalig 1531 erwähnt, blickt der Champagner in Frankreich auf eine lange Geschichte zurück. Es bedurfte vieler Experimente, bis die beste Herstellungsmethode gefunden war und der Perlwein Perfektion erlangte.

Das edle Getränk macht sich rar. Nur wenige Schaumweine aus genau festgelegten Anbaugebieten Frankreichs geniessen den Status „Champagner“. Der Name ist sogar per EU-Verordnung gesetzlich geschützt. Ein Original-Champagner kann demnach nur aus Frankreich kommen. Die Winzer und Kellermeister der Champagne folgen einem aufwendigen Verfahren: In den Weinbergen und Keltereien der Champagne sind gewissenhafte Qualitätskontrollen an der Tagesordnung. Ein weiteres Erfolgsrezept sind die kreidehaltigen Böden, die für einen hohen Säuregehalt sorgen. Unterstützt wird die Säurestruktur durch das kühlere Klima Nordfrankreichs, das den Zyklus von der Fruchtbildung bis zur Traubenreife verlängert. Kurzum: Ein einzigartiges Terroir für einen einzigartigen Perlwein.

Champagner aus Frankreich: Edler Tropfen aus dem Hauptanbaugebiet

Neben Reims bilden die Städte Epernay und Chalons-sur-Marne die Hauptzentren der Champagner-Herstellung. Entsprechend der für den Verschnitt genutzten Rebsorten und der Bodenbeschaffenheit teilt sich das Weinanbaugebiet in fünf Zonen. Lediglich sieben Trauben sind in Frankreich für die Champagner-Produktion zugelassen. Die Hauptrolle spielen die roten Reben des Pinot noir und des Pinot meunier sowie die weissen Chardonnay-Trauben.

Wer den renommiertesten Tropfen geniessen will, sollte auf die Herkunft achten: Die Gebiete Montagne de Reims, Vallée de la Marne, Côte des Blancs und Côte des Bar bringen die besten französischen Champagner hervor. In diesen überwiegend zu Grand-Cru-Lagen gehörenden Weingärten produzieren Champagnerhäuser von Weltrang wie Moët & Chandon. Auch die in der Region entstehenden Cuvées de Prestige bieten das Beste vom Besten. Spitzenjahrgänge werden hierbei im Holzfass veredelt und bringen Weine von ausgewogener Struktur und gutem Lagerpotenzial hervor.

Méthode champenoise: Die Kunst der französischen Kellermeister

Um zu verstehen, was das Besondere an einem Champagner aus Frankreich ist, genügt schon ein kurzer Einblick auf das Herstellungsverfahren.

Weinlese: Bereits bei der Ernte wird ein großer Aufwand betrieben. Eine sorgfältige Auswahl der Trauben garantiert die beste Auslese. Damit die Trauben unversehrt bleiben, erfolgt die Ernte per Hand.

Weinpresse: Schonend läuft auch die Pressung ab. Hierbei greifen die Kellermeister auf eine Ganztraubenpresse zurück. Lediglich die ersten Durchgänge werden weiterverarbeitet.

Erste Gärung: Im Vorfeld wird der Traubensaft mehrfach geklärt. Nur den besten im Gärverfahren entstandenen Most führen die Önologen dem weiteren Verfahren zu.

Assemblage: Ein wichtiger Zwischenschritt, der die hohe Kunst der Champagner-Herstellung widerspiegelt, ist die perfekte Mischung der verschiedenen Rebsorten, Jahrgänge und Lagen. Wie die Komposition der einzelnen Bestandteile erfolgt, ist das streng gehütete Geheimnis jedes Weinguts.

Flaschengärung: Die zweite Gärung, die eigentliche méthode champenoise, ist für den französischen Champagner essenziell. Eine besondere Mischung aus Zucker und Hefe (Liqueur de tirage) löst den Gärungsprozess aus. Die Hefe setzt einen Zersetzungsprozess in Gang, der das charakteristische Aroma hervorbringt. Auch die feinen Perlen gehen auf dieses Verfahren zurück.

Remuage: Nachdem die Flaschen abgefüllt und mit einem Kronkorken verschlossen sind, werden sie einer langwierigen Rüttel-Prozedur unterzogen. Dieses dient dem Entfernen der Hefe. Kopfüber hängen die Flaschen in Gestellen und werden über einen Zeitraum von bis zu 3 Monaten immer wieder leicht durchgeschüttelt.

Dégorgement: Ein Eisbad entfernt die nach dem Rüttelverfahren abgesetzte Hefe.

Versand-Dosierung: Eine Dosage gleicht die Flüssigkeit aus, die in den vorhergehenden Arbeitsschritten verloren ging. Auch diese prägt erheblich die Geschmacksausrichtung jedes Champagners.

Kontrolle: Sage und schreibe fünf Institutionen sind mit der Qualitätskontrolle eines französischen Champagners betraut. Nur Kellereien, die alle Auflagen erfüllen, erhalten die prestigeträchtige Etikettierung. Wer beim Champagner-Kauf auf Nummer sicher gehen möchte, achtet auf die im Korken eingebrannte Kennzeichnung sowie auf die Kontrollnummern der Flaschenetikette.

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