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Spanische Weine: sonnenverwöhnt, charaktervoll, fruchtig

Spanien ist neben Frankreich, Italien und Deutschland das vierte grosse Weinland in Europa. Auf der iberischen Halbinsel reifen vor allem Rebsorten für kräftige und charaktervolle Rotweine. Für Weine von Weltrang stehen besonders die Rebsorte Tempranillo und das Weinbaugebiet Rioja. Tolle spanische Weine kommen aber nicht nur aus dem Norden des Landes.

Klimatische und geologische Voraussetzungen für Wein aus Spanien

Dass die Sommer in Spanien in der Regel heiss sind, ist wohl jedem bekannt. Klimatische Unterschiede bestehen aber dennoch, und diese tragen massgeblich zur Weinvielfalt auf der Iberischen Halbinsel bei. So fällt in den nördlichen Regionen Baskenland, Katalonien, Kantabrien und Galizien deutlich mehr Niederschlag als im Zentrum und im Süden des Landes. Daher können im Norden auch dürreanfällige Reben wie Tempranillo besser reifen.

Im Zentrum des Landes erhebt sich das Hochland Meseta. Die Niederschlagsmengen sind dort kleiner als im Norden und die Sommer sehr heiss. In den grossen Weinbaugebieten der Region Kastillien-La Mancha im Zentrum dominiert vor allem eine Rebsorte: Airén. Die hitzeresistente Airén ist allerdings nur eingeschränkt für Qualitätsweine geeignet und wird daher vor allem für Tafelweine verwendet.

Mehr als nur Tempranillo: Spaniens Rebsorten

Die Tempranillo-Rebe ist die wohl bekannteste spanische Rebe und findet auch international Anerkennung unter Weinkennern. Aus den dickschaligen Trauben entstehen fruchtige, raffinierte und aromatische Rotweine mit einem moderaten Säuregehalt und weichen Tanninen. Sie wird in nahezu allen spanischen Weinbaugebieten kultiviert, und vor allem die Weine aus Rioja erreichen Spitzenniveau. Der Name Tempranillo leitet sich von temprano (früh) ab und verweist auf die frühe Reifezeit der Trauben.

Weitere wichtige spanische Rotweinreben sind die Granacha-Sorten und Bobal. Granacha-Tinta-Reben werden beispielsweise als Verschnittpartner mit Tempranillo-Trauben und für Rosé-Weine verwendet. Die widerstandsfähige Bobal-Rebe wird als Färbetraube eingesetzt und unter anderem auch zu Traubenmostkonzentrat verarbeitet. Für spanischen Weisswein sind neben Airén vor allem Cayetana Blanca und Macabeo relevante Rebsorten.

Rioja und andere wichtige Anbauregionen für spanischen Wein

Das spanische Weinbaugebiet mit dem klangvollsten Namen ist La Rioja. Der heutige Welterfolg der Region ist eng mit dem Einfluss französischer Winzer verknüpft: Als in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Reblaus in Frankreich zur Plage wurde, wanderten viele französische Winzer über die Pyrenäen nach Rioja aus und brachten die Weinherstellung in der Region entscheidend voran. Im Übrigen werden in Rioja nicht ausschliesslich Rotweine hergestellt. Etwa ein Viertel der Produktion entfällt auf Rosé- und Weissweine. Das Rioja-Gebiet wird in drei Subzonen unterteilt:

  • Rioja Alta (24.000 Hektar)
  • Rioja Baja (20.5000 Hektar)
  • Rioja Alavesa (12.000 Hektar)

Rioja ist zwar die wichtigste, aber keineswegs die einzige Region, in der Weine von Weltrang heranreifen. So besitzen beispielsweise auch Weine aus dem Priorat und Ribera del Duero in Kastilien-Leon internationales Renommee. Aus diesen Regionen kommen häufig kräftige, teils strenge spanische Weine mit einem vergleichsweise hohen Tanningehalt. Auch hier dominiert als Rebsorte Tempranillo, die mitunter auch als Tinta del País oder Tinta fina bezeichnet wird.

Spaniens Süden ist Sherry-Land

Spanische Trink- und Esskultur ist untrennbar mit dem Sherry verbunden. Die grosse Bandbreite der Sherry-Sorten reicht vom eher leichten und bitter-salzigen Fino bis zu den süssen Varianten Moscatel und Pedro Ximenez. Die geschmackliche Vielfalt erlaubt eine Reihe von Experimenten und Kombinationsmöglichkeiten. Grundsätzlich gilt, dass leichtere Sherrys wie Fino und Manzanilla als Aperitif zu Tapas, Paella und Fisch passen. Süsser Sherry wird eher zum Dessert oder auch Käse gereicht. Die traditionelle Herkunftsregion des Sherry ist Andalusien, genauer das sogenannte Sherry-Dreieck zwischen den Städten Jerez de la Frontera, El Puerto de Santa María und Sanlúcar de Barrameda. Nur Sherry, der von hier stammt, darf die geschützte Ursprungsbezeichnung Jerez-Xérès-Sherry tragen. Die wichtigste Rebsorte für die Sherry-Herstellung ist die Palomino-Traube.

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