Zurück zur Übersicht

Wein zu Wild

Wild ist vor allem im Herbst äusserst beliebt. Das Fleisch hat bereits im rohen Zustand einen kräftigeren Eigengeschmack als die meisten anderen Fleischarten. Aber auch hier gilt: Die Zubereitungsmethode verleiht dem Gericht die entscheidende Geschmackskomponente. Und auch die Sauce und die Beilagen sind Träger dieses aromatischen Charakters. Dies sollte man bei der Wahl des Weins berücksichtigen.

Gute Partner: Wein und Wild

Zu Wild passen am besten komplexe, kräftige Weine. Würzige Nuancen eines Weins bilden eine Harmonie mit den Röstaromen des Wilds, die bei dessen Zubereitung entstehen. Je nach Zubereitungsart ist ein Weiss- oder Rotwein als Begleitung möglich. Wird das Wild langsam und schonend zubereitet, reicht ein aromatischer Weisswein aus. Wichtig ist, dass der Wein kräftig genug in seiner Natur ist, um dem Wild gerecht zu werden.

Gebratenes oder geschmortes Wild erfordert hingegen einen würzigen Rotwein. Vor allem Tropfen, bei denen der Tannincharakter stark hervorsticht, sind eine gute Wahl. Diese bilden gemeinsam mit dem Wild ein harmonisches Ganzes. Intensive Rhône-Weine sind zum Wild beispielsweise eine klassische Wahl. Geniessen Sie diese am besten bei einer Trinktemperatur zwischen 16 und 18 Grad Celsius.

Eine andere Möglichkeit, dem starken Aroma des Wilds gerecht zu werden, ist es, als Kontrast einen süssen Wein zum Wild zu wählen. Dieser mildert die kräftige Note des Wilds. Die fruchtige Süsse des Weins bildet den optimalen Gegenpol zur dominanten Würze des Fleisches. Als Kontrastwein eignet sich beispielsweise ein Spätburgunder.

Die Beilage passend zum Wein

Nicht jeder Wein harmoniert mit jedem Gericht. Welcher Wein zu Ihrem Wildgericht passt, variiert je nach Beilage, hinzugefügten Gewürzen und Zubereitungsart. Die Weine zu Wild-Menüs sollten demnach geschmacklich auch auf die Beilage abgestimmt werden. Mit Kartoffelbeilagen liegen Sie immer richtig, egal, ob als Salzkartoffeln, Knödel oder Kroketten. Nicht zu stark gewürzt, sind Kartoffelzubereitungen recht geschmacksneutral. Sie passen sich der Würze des Wilds und des Weins an. 

Tipp: Klassischerweise werden zu Wildgerichten Spätzli serviert. Für die optimale Wein-Speisen-Kombination empfehlen sich allerdings eher Risotto, Nudeln oder Kartoffeln, da der hohe Eigehalt in den Spätzli praktisch in keinem Wein einen guten Partner findet.

Ergänzend dazu können Sie auch die Sosse zu Ihrem Wildgericht mit Wein verfeinern. Reichen Sie eine fruchtig-süsse Sosse zum Wild, sollten Sie den Wein zur Zubereitung verwenden, den Sie zum Gericht trinken. Dies gilt auch für Gemüsebeilagen. Hier runden ausserdem reichlich würzige Kräuter das Geschmackserlebnis ab. Auf diese Weise stellen Sie eine genussvolle Verbindung zwischen Wein, Fleisch und Beilagen her.

Kalte Gerichte

Bei kalten Wildgerichten kommt das Fleisch in der Regel immer in Form von Charcuterie, Terrinen oder Paté auf den Teller.

Wird einem Charcuterie angeboten, umfasst diese meist eine Auswahl an verschiedenen Sorten, oft sind auch noch Käse und Häppchen mit dabei. Dies ergibt einen Mix aus verschiedenen Geschmacksnuancen, die kombiniert werden wollen. Aus diesem Grunde ist es schwierig, einen Wein zu diesem Wildgericht zu finden, der mit allem gut harmoniert. Auf der sicheren Seite ist man hier mit eher leichten, frischen Weinen oder auch mit einem Schaumwein. Ausprobieren ist erwünscht – nur so finden Sie Ihre Vorlieben heraus.

Beispiel: Hirschtrockenfleisch

Weinempfehlungen unserer Experten

Alle passenden Weine anzeigen

Gebraten/grilliert

Gebratenes Wild entwickelt ein hervorstechendes Eigenaroma, das sich durch eine kräftige Röstnote auszeichnet. Darauf sollte auch die Sauce abgestimmt werden. Wildgerichte werden klassischerweise mit kräftigen Saucen und deftigen Beilagen serviert – nicht nur, weil Wild vor allem im Herbst und Winter Saison hat, sondern auch, weil sich das Fleisch nicht zum Grillieren eignet.

Beispiele: Rehschnitzel, Rehrücken

Weinempfehlungen unserer Experten

Alle passenden Weine anzeigen

Geschmort

Wild schmort man entweder in einem Topf auf dem Herd oder mit einem Bräter im Ofen. Auch bei dieser Zubereitungsmethode kommt die dominante Röstnote zum Vorschein – sowohl beim Fleisch selbst als auch bei der Sauce. Schmoren benötigt viel Zeit, wodurch der gehaltvolle Geschmack nochmals intensiviert wird. 

Schmoren ist eine sehr klassische Zubereitungsmethode für Wild und passt in die kühl-windige Herbstzeit. Man denke nur an einen Hirschpfeffer – was für ein Genuss! 

Beispiel: Hirschpfeffer

Weinempfehlungen unserer Experten

Alle passenden Weine anzeigen