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Apéro-Wein

Zu Beginn eines Menüs wird zuerst ein Aperitif gereicht – zumeist noch vor der Vorspeise. Von vielen auch als Apéro bezeichnet, soll er vor allem den Appetit anregen. Zumeist ist er ein alkoholisches Getränk mit einem starken Aroma. Eine Bowle oder ein zum Dinner passender Cocktail sind häufig verwendete Begrüssungsdrinks. Nicht-alkoholische Alternativen wie frisch gepresste Säfte sind ebenso nicht ungewöhnlich.

Apéro-Weine: Traditionelle Stimmungsmacher

In Ländern wie Italien und Frankreich ist ein Aperitif vor dem ersten Gang nicht wegzudenken. Optional werden hierzu Oliven oder kleine Knabbereien gereicht. In der Schweiz gehen Wein und Apéro immer einher mit einer Auswahl an Häppchen

Zwischen ölig-aromatischen Antipasti (ital. „die Vorspeise“) und einem leichten Gemüsedip besteht hierbei ein gewaltiger Unterschied. Zum Apéro kann eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Speisen gereicht werden. Deshalb passen je nach Situation auch viele unterschiedliche Weine zur Vorspeise. Wein kann natürlich auch ohne Essensbegleitung als Apéro getrunken werden. Beliebte Häppchen oder Vorspeisen zum Wein sind salziges Gebäck, Käse, Trockenfleisch oder auch Brot und Canapés. Die Vorspeise zum Apéro-Wein fällt in der Schweiz also gern einmal etwas reichhaltiger aus. Die Bezeichnung für solch eine etwas üppigere Variante ist „Apéro riche“.

Wein zur Vorspeise: Apéro-Wein richtig einsetzen

Generell gilt: Die Wahl des Apéro-Weins hat Einfluss auf die Wahl der ihm nachfolgenden Weine und umgekehrt. Wenn beispielsweise noch ein Weisswein zur Vorspeise folgt, dann sollte der Apéro-Wein leichter sein als der Vorspeisen-Wein, damit eine Steigerung erfolgt.

Weinmischgetränke schmecken vor allem, wenn nur ein Apéro ansteht und danach eine Weile kein Wein mehr getrunken wird. Mischgetränke haben oft starke Aromen und enthalten Zucker, was den anschliessenden Genuss von trockenen, nicht-aromatisierten Weinen beeinträchtigt.

Leicht und prickelnd mögen es die meisten bei einem Apéro-Wein. Besonders in der warmen Jahreszeit wird gern ein spritziger Apéro-Wein genossen. Dazu zählen unter anderem Champagner, Hugo oder auch Mischungen mit Aperol und Campari.

Apéro ohne Essensbegleitung:

Schaumwein ist immer toll als Apéro, weil er für gute Stimmung und eine prickelnde, festliche Atmosphäre sorgt. Leichte, trockene Weissweine wie ein Arneis aus dem Piemont oder ein Chasselas aus dem Waadtland passen auch oft, und Roséwein ist besonders im Frühling und im Sommer eine gute Wahl.

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Apéro mit Essensbegleitung:

Wie bei jeder Wein-Speisen-Kombination ist es auch hier wichtig, das Gewicht des Weins auf die Apérohappen abzustimmen. Wenn das nicht geht oder gewünscht ist, ist man immer auf der sicheren Seite, wenn lokale Weine und Speisen miteinander kombiniert werden.

Antipasti: Antipasti sind in der Regel schwer und aromatisch. Eigentlich verlangt das nach einem schweren, aromatischen Wein. Der passt aber nicht, wenn danach noch ein leichterer Weisswein oder ein leichter Rotwein aufgetischt werden sollen. Auch hier hilft die Verbindung von regionalen Weinen mit regionalen Produkten.

Dazu passt zum Beispiel ein Prosecco wie Carpenè Malvolti.

Oliven: Oliven sind sehr intensiv im Geschmack und auch salzig. Da muss ein geschmacksintensiver Wein her. Ausserdem hat Vin jaune eine eher tiefe Säure. Das ist hier ideal, denn viel Salz im Essen und Säure im Wein summieren sich. Das heisst, mit einem säurebetonten Wein lassen sich salzige Oliven nicht gut verbinden.

Dazu passt zum Beispiel ein Vin jaune wie Arbois Vin Jaune Rolet.

Blätterteiggebäck: Flaschenvergorener Schaumwein wird monatelang auf der Hefe in der Flasche gelagert. Dadurch hat er eine Note von Hefegebäck – wie zum Beispiel bei Brioches –, welche sehr gut mit dem Blätterteiggeschmack harmoniert.

Dazu passt zum Beispiel ein flaschenvergorener Schaumwein wie Taittinger Champagne Réserve brut.

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