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Hefen für tiefen Alkoholgehalt

Vor allem aufgrund der Klimaerwärmung stieg der Alkoholgehalt vieler Weine während der letzten Jahrzehnte kontinuierlich an.

Ein Beispiel für einen höheren Alkoholgehalt durch den Klimawandel ist der Bordeaux, welcher früher etwa 12.5% Alkohol hatte. Heute sind 14% normal. Eine Zeit lang wurde das von den Weingeniesser/Innen akzeptiert und zum Teil geschätzt. Ein hoher Alkoholgehalt kann die Weinqualität jedoch beeinträchtigen, weil er Aroma und Geschmack mindert und im ungünstigsten Fall brandig wirkt. Deshalb werden inzwischen alkoholschwächere Weine wieder stärker nachgefragt. Hefen, die Traubenzucker zu Alkohol umwandeln, sind eines der besten Mittel zur Steuerung des Alkoholgehalts. Denn es gibt unterschiedliche Hefen, die aus der gleichen Menge Zucker mehr oder eben weniger Alkohol produzieren. Kürzlich wurde vom Australian Wine Research Institute ein neuer Hefestamm - genannt  AWRI 1149 - isoliert, der aus Shiraz-Most einen um 1.4% weniger alkoholstarken Wein gärte als andere Hefen.

Ihr Wein-Experte Jan Schwarzenbach