Wissenswertes

Kennen Sie bereits die wichtigsten Unterschiede von Champagner, Prosecco, Cava und Co.? Erfahren Sie Wissenswertes rund um die edlen Tropfen.

Was sollte ich beachten im Umgang mit Champagner?

Champagner, das ist der schäumende Wein aus der Region Champagne nordöstlich von Paris.

Kein anderer Wein ist so stark mit Festen verbunden wie Champagner. Einmal gekauft, können die Weine noch zwei bis drei Jahre liegen bleiben, Jahrgangs-Champagner gewinnen oft mit bis zu zehn Jahren Reifezeit. Guter Champagner soll nicht ganz kalt, sondern bei 10-12 Grad getrunken werden, sonst kommt die Aromatik zu kurz. Beim Öffnen muss der Korken vorsichtig gelöst werden, da ein knallender Korken jemanden verletzen kann und zudem vom edlen Wein verloren geht. Champagner-Gläser sollten wie auch Gläser für alle anderen Weine nach oben enger werden, damit die Aromen zur Nase geführt werden. Lange Gläser sind beliebt, weil darin die Perlage besser sichtbar ist. Champagner kann nicht nur zum Apéro getrunken werden, sondern zum ganzen Menü.

Champagnerkorken

Der Champagnerkorken besteht im Gegensatz zu den meisten anderen Naturkorken aus zwei Teilen. Der obere Teil ist aus Kostengründen aus Presskork gefertigt, auf welchen unten zwei Scheiben aus hochwertigem Naturkork verklebt sind.

Der Wein ist in Kontakt mit dem Naturkork, welcher gegen Kohlensäureverlust schützt. Die ursprüngliche Form des Champagnerkorkens ist zylindrisch, die Pilzform entsteht nur, weil der Korken nicht ganz in die Flasche gedrückt wird und mit einer sogenannten Agraffe zusätzlich an der Flasche befestigt wird. Beim Öffnen einer Flasche Champagner dehnt sich der feuchte, untere Teils des Zapfens wieder aus, während der sprödere obere Teil beim Flaschenhalseingang verengt bleibt. Unten auf dem Korken eines Champagners ist das Wort «Champage» und bei Jahrgangsweinen auch der Jahrgang eingebrannt.

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Schaumweine: Süss und trocken

Viele Schaumweine sind nicht ganz trocken, das heisst, sie enthalten noch etwas Zucker. Dieser wird vor dem endgültigen Verschliessen der Flasche in flüssiger Form zugegeben.

Der Zuckergehalt wird indirekt mit einer Bezeichnung wie zum Beispiel «brut» auf der Flaschenetikette angegeben. Ein Champagner «brut» muss per Gesetz zwischen 0 bis 15 Gramm Zucker pro Liter  enthalten, wobei in der Praxis meist zwischen 7 bis 12 Gramm pro Liter üblich sind. In der Champagne sind die besten Weine «brut» oder sogar «exta brut», mit 0 bis 6 Gramm Zucker pro Liter. Im Prosecco hingegen sind die besten Weine «dry» mit 17 bis 32 Gramm Zucker pro Liter. Je nach Herkunft kann guter Schaumwein also trocken oder süss sein.

Die Qualität der Perlen im Schaumwein

Die Qualität der Perlage, also der Kohlesäureperlen im Schaumwein, sagt viel über die Qualität des Weins aus. Um die Qualität der Perlage zu beurteilen, wird geschaut, wie lange die Kohlensäure im Wein bleibt und wie gross die Perlen sind.

Schaumwein der mit Kohlensäure geimpft worden ist, bei dem also wie bei Süssgetränken die Kohlensäure in die stille Flüssigkeit gedrückt worden ist, hat grosse Blasen, welche kurz nach dem Öffnen verschwinden. Wenn die Kohlensäure von der alkoholischen Gärung in einem Drucktank stammt, wie etwa bei Prosecco oder Moscato, dann ist die Perlage feiner und hält länger an. Wenn der Schaumwein in der Flasche ein zweites Mal vergoren wurde und danach in der Flasche gelagert worden ist, wie etwa bei Cava oder Champagner, dann ist die Perlage am feinsten und hält lange an. Da in den Kohlesäurebläschen besonders viele Aromastoffe gelöst sind, ist ein Wein mit viel feiner und langanhaltender Perlage aromatisch und hochwertig.

Prosecco: Ein ungebrochener Trend

Italienische Weine schaffen es immer wieder von Neuem, die Weingeniesser zu begeistern. Ein aktuelles Beispiel ist der Prosecco.

Dieser Schaumwein aus der Provinz Venetien war von fünfzehn Jahren noch relativ unbekannt und nur in wenigen Märkten stark vertreten. Dann folgte ein bis jetzt ungebrochener Aufstieg. Mit leichtem Körper, erfrischender Zitrus-Aromatik, dezenter Restsüsse und vernünftigem Preis überzeugte Prosecco in kurzer Zeit die Schaumweintrinker weltweit. Im Jahr 2013 wurde zum ersten Mal mehr Prosecco als Champgner verkauft. Um den anhaltenden Durst nach Prosecco zu stillen, wurden 307 Millionen Flaschen verkauft, verglichen mit 304 Millionen Flaschen Champagner. Damit die Qualität der Weine auch bei explodierender Nachfrage mithalten kann, wurde im Juli 2009 der Name "Prosecco" unter einer neuen DOC-Regulierung geschützt.

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