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«Schlechte» Jahrgänge: Auch positive Seiten

2013 war in vielen Weinbauregionen Europas ein sogenannt schwieriges Jahr. Ein kühles Frühjahr, Regen, Hagel, Frost, Stürme und unstetes Wetter zur Erntezeit führten zu Problemen mit Reife und Rebkrankheiten.

Das heisst aber nicht, dass jetzt schlechte Weine auf uns warten. Heute wird im Rebberg und Keller sehr sorgfältig gearbeitet und wirklich schlechte Weine sind kaum mehr zu finden. Ausserdem haben weniger gut bewertete Jahrgänge ihre guten Seiten. Erstens erlauben uns erst mittelmässige Jahrgänge, die Qualität der Topjahrgänge zu schätzen. Zweitens sind Weine aus kühlen Jahrgängen mit erhöhter Säure und schlankem Körper hervorragende Essensbegleiter. Drittens können in Regionen wie dem Bordeaux, dem Burgund oder der Toskana, wo die Qualität des Jahrgangs direkt Auswirkungen auf den Preis der besten Weine hat, Schnäppchen nur in weniger hochgejubelten Jahrgängen gejagt werden.

Ihr Wein-Experte Jan Schwarzenbach