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Werden Sie zum Degustationsprofi

Auch die beste Flasche Wein schmeckt doppelt so gut, wenn die Freude geteilt werden kann. Sich mit Freunden über den Wein im Glas austauschen ist sehr anregend. Wir haben für Sie einen Leitfaden erstellt wie Sie eine Degustation mit Freunden planen und durchführen können.

Wen lade ich ein?
Eine Teilnehmerzahl von 4 – 6 Freunden ist optimal. Dabei ist nur wichtig, dass alle interessiert sind neue Weine kennen zu lernen. Desto offener und neugieriger die Teilnehmer sind desto spannender wird der Austausch. Der Wissensstand des Einzelnen ist zweitrangig.

Welche Weine sollen ausgesucht werden?
Sinnvoll ist es einen Themenbereich und eine Preiskategorie zu wählen. Beispielsweise kann der Fokus auf eine Rebsorte (Pinot Noir aus aller Welt), eine Region (mein Lieblings-Toskaner) oder vergleichbare Regionen (Bordeaux vs Kalifornien) gelegt werden. Auch Best-Bottle-Partys können spannend sein. Hier ist die Vorgabe, dass jeder Teilnehmer einen Wein mitnimmt, der sich aus seiner Sicht in diesem Moment auf dem Höhepunkt der Trinkreife befindet. Oder wählen Sie einen Jahrgang aus (zum Bsp. nur Jahrgang 2000) und entdecken Sie so die regionalen Unterschiede.

Blinddegustation – ja oder nein?
Wenn blinddegustiert und der Wein vorerst nicht anhand der Etikette und der Flasche erkannt wird, erhöht das die Aufmerksamkeit und die Neugier enorm. Dazu kommt, dass keine vorgefassten Meinungen die Wahrnehmungen trüben. Der Wein kann unvoreingenommen degustiert werden. Am besten wird die Flasche vor dem Treffen blickdicht eingepackt oder vor dem Ausschenken karaffiert. Das Blinddegustieren ist empfehlenswert aber absolut kein Muss.

Wie kann die Degustation ablaufen?
Viele Weinprofis schätzen den Vormittag als geeigneten Degustationszeitpunkt. Allerdings ist der frühe Abend auch beliebt und geschätzt. Werden die Weine blinddegustiert, muss nur noch entschieden werden ob die Weine gleichzeitig oder nacheinander zu degustieren sind. Die Entscheidung kann gut die Gruppe fällen. Werden die Weine offen degustiert, kann im Vorfeld gemeinsam die Reihenfolge festgelegt werden. Legen Sie sich fest ob erst jeder Teilnehmer für sich die Weine degustiert und dann gemeinsam diskutiert wird oder ob die Weine gleich gemeinsam betrachtet und diskutiert werden. Ob dabei Notizen gemacht werden, kann jedem Teilnehmer selbst überlassen werden.

Was muss vorbereitet werden?
Neben den gängigen Utensilien wie Zapfenzieher und Gläser sind Spucknäpfe sinnvoll. Je nach Situation müssen Sie eine Dekantierkaraffe bereit haben. Auch eine Karaffe mit möglichst geschmackneutralem Wasser ohne Kohlensäure gehört dazu. Als aufmerksamer Gastgeber legen Sie Notizpapier und Kugelschreiber bereit. Sorgen Sie dafür, dass der Degustationsraum frei von Gerüchen ist. Stellen Sie kein Essen auf solange die Degustation noch läuft. Die Gäste werden aber froh sein, wenn sie nach der Degu einen kleinen Happen essen können.

Auf was ist sonst noch zu achten?
Degustationen werden leider gern dazu genutzt um zu zeigen, welch breites Wissen jeder Einzelne sich angeeignet hat. Achten Sie darauf, dass dies nicht Entscheidend ist sondern der Fokus auf das Entdecken neuer Weine und auf das Zusammensein mit Gleichgesinnten gelegt werden sollte. Vielleicht stellen Sie erstaunt fest, dass sie alte Vorurteile gegenüber gewissen Weinen, Stilen und Traubensorten loslassen können!

Weine zur Degustation

Bordeaux versus Kalifornien

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Alte Welt versus Neue Welt

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Ihr Weinexperte Raphael Tanner

Text: Februar 2017