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4. Dubreuil-Fontaine Père et Fils, Pernand-Vergelesses

1879 gründete der Urgrossvater von Christine Dubreuil das Familienunternehmen.

Seit 1991 leitet die 45-jährige die Domaine in fünfter Generation und engagiert sich auch im Zusammenschluss „Femmes & Vins de Bourgogne“. Das Motto der Organisation heisst „Femmes de vin et non vins de femmes“. Regelmässig findet hier ein freundschaftlicher Austausch der rund 30 angeschlossenen Domaines statt. Dubreuil-Fontaine umfasst 20 Hektar bestes Rebland in 22 Appellationen. Produziert werden jährlich rund 100'000 Flaschen, davon 75 Prozent Rotwein. Die Appellationen tragen Namen wie Pernand-Vergelesses, Pommard, Beaune, Savigny-les-Beaune, Volnay, Aloxe-Corton und genauere Bezeichnungen wie Pernand ''Ile de Vergelesses'' 1er Cru, Pernand-Vergelesses ''Les Fichots'' 1er Cru oder Corton-Bressandes Grand Cru und Corton Charlemagne Grand Cru.

Bei einer solchen Auswahl ist es denn auch nicht erstaunlich, dass Christine Dubreuil auf die Frage nach ihrem Lieblingswein antwortet: „Kein einzelner, alle meine Weine sind meine Babys. Das erinnert mich daran, dass ich mit ungefähr vier Jahren mein erstes Tastevin erhielt und zum ersten Mal Wein mit der Zunge spüren durfte. Mit meiner Puppe spielte ich dann diese Situation immer wieder durch“, erzählt sie lachend. Ihr Geschmackstraining habe also früh begonnen und sei zur grossen Passion geworden. „Heute trinke ich Weine am liebsten je nach Situation und in Begleitung anderer Menschen, mit denen ich dann über die Nuancen, sowohl der Kelterung wie auch des Geschmacks, diskutieren kann.“ Gerne steht sie auch in der Küche, probiert und improvisiert bei der Zubereitung verschiedenster Gerichte. Zu Poulet, Perlhuhn, Kalbfleisch oder Ente schlägt Christine Dubreuil einen roten Pernand ''Ile des Vergelesses'' vor, zu Coquilles St. Jaques oder Riesencrevetten einen weissen Pernand-Vergelesses ''Clos Berthet'' 1er Cru.

Ihr aktuelles Sorgenkind ist die fehlende Zeit. Diese findet sie neben ihrer vielfältigen Arbeit auf der Domaine momentan weder für Reisen, um neue Orte und neue Weine zu entdecken, noch um regelmässig selber zu kochen. „Ich hoffe aber, dass es mir im neuen Jahr gelingt, auch dafür wieder mehr Zeit freischaufeln zu können“, schliesst sie unser Gespräch, macht sich die Unermüdliche auf den Weg ins Büro und nimmt unterwegs auf ihrem Handy schon wieder einen Telefonanruf entgegen.

Typisch Burgund: les oeufs meurettes

Coop-Weineinkäufer Ludovic Zimmermann absolvierte seine Ausbildung zum Oenologen in Beaune, wo er auch einige Jahre lebte. Nicht zuletzt deshalb freut er sich bei jedem Besuch im Burgund auf „seine“ oeufs meurette. „Auch dieses Gericht gehört zu den Traditionen der Burgunder Küche. Allerdings ist es nicht ganz einfach zuzubereiten und benötigt Geschicklichkeit und etwas Zeit.  Zuerst wird eine kräftige Rotweinsauce zubereitet, in der man Speckwürfel und Schalotten mitkocht. Dann bereitet man ein oder zwei pochierte Eier zu, legt sie  in einen Suppenteller und gibt einige Suppenlöffel der Sauce darüber. Dazu gehört immer ein im Backofen getoastetes Stück Baguette, das vor dem Toasten mit Butter eingestrichen wird“, erklärt der Geniesser. Dazu empfiehlt er zum Beispiel einen Savigny-lès-Beaune oder einen Volnay. „Soll es ein richtiges Festessen sein, passt auch ein Beaune 1er Cru oder ein Corton Grand Cru bestens dazu.

REZEPT FÜR OEUFS MEURETTES

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