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2. Domaine Anne-Françoise Gros, Beaune

Auf der Domaine A.F. Gros in Pommard werden wir von der jungen Generation empfangen. Die 37-jährige Caroline kümmert sich um die kommerziellen Belange, der 24-jährige Mathias ist in den Reben und im Keller anzutreffen.

Schwester Rosalie ist an diesem Tag nicht auf der Domaine, wie auch die Eltern der drei, Ann-Françoise Gros und François Parent. 1998 verbanden die beiden ihre, sich seit Jahrzehnten im Besitz ihrer Familien befindlichen Weingüter zur Domaine A.F. Gros und bauten diese kontinuierlich aus. Der Wohnsitz ist in Pommard, Wirtschaftsgebäude und Kellerei in Beaune. Das Weingut umfasst 11 Hektar Reben, davon sind 98 Prozent mit Pinot Noir angebaut. Die durchschnittliche Jahresproduktion beträgt rund 70'000 Flaschen. Davon werden acht Prozent in Frankreich verkauft, der Grossteil wird ins Ausland exportiert, zur Hauptsache in die USA, Grossbritannien und Japan.

Die Appellationen der Domaine tragen berühmte Namen wie Vosne-Romanée ''Aux Réas'', Clos de Vougeot, Echezaux, Richebourg, Beaune ''Les Boucherottes'' und Pommard  ''Les Arvelets''. „Die Besonderheit im Burgund ist, dass jede Appellation ihre eigene Persönlichkeit hat. Je nach Lage und Bodenbeschaffenheit präsentiert sich der Wein anders“, erklärt Mathias Parent. „Zudem erleben wir jedes Jahr die Geburt eines neuen Jahrgangs und mein Vater sagt immer, dass er während 25 Jahren Arbeit noch nie einen gleichen Wein gekeltert hat.“ Sowohl Caroline wie Mathias sind von ihrer täglichen Arbeit begeistert: „Die Natur, der Kontakt mit vielen Menschen, das Bewusstsein um die Wichtigkeit der Qualität und die Weiterentwicklung der Domaine, erfüllen uns jeden Tag mit Freude. Und wir lieben die Abwechslung in unserer Tätigkeit.“ Beide schätzen auch die immer wieder stattfindenden Degustationen grosser alter Burgunderweine im Familienkreis mit gleichzeitiger Diskussion und Meinungsaustausch.

„Wein ist ein Naturprodukt, nichts künstliches. Er lebt und entwickelt sich, man könnte auch sagen, Wein ist etwas Magisches“, schiebt Mathias nach. Und Caroline rät: „Um die Komplxität der Weine und der sehr verschiedenen Terroirs zu entdecken, gibt es keine andere Möglichkeit als immer wieder zu degustieren und im Kreis von Freunden darüber zu sprechen.“ Der Rat von Mathias geht gar noch einen Schritt weiter: „Visitez la Bourgogne, découvrez nos vins sur place.“

Die Gougères gehören dazu

Ein traditionelles Burgunder Gebäck sind die Gougères. Ihren Ursprung hatten diese kleinen Köstlichkeiten auf den Weingütern. Zum Klären des Weines brauchten die Winzer Eiweiss. Da war es naheliegend das Eigelb ebenfalls zu verwenden. Unter anderem auch für die Gougères. „Es gibt zwei Arten Gougères. Entweder einzelne Portionen oder wie ein Dreikönigskuchen zusammengefügt“, erklärt Coop-Weineinkäuferin Caroline Dessort. „Lauwarm mit einer leichten Kruste und innen noch ganz leicht feucht sind diese Köstlichkeiten perfekte Begleiter zu weissen Bugundern wie einem einfachen Montagny, einem Beaune-Village  oder einem Pernand-Vergelesses“, schwärmt sie und schwebt in Gedanken an den nächsten Aperitif wohl schon in den Wolken.

REZEPT FÜR GOUGÈRES

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