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Weinvorrat für jede Gelegenheit

Spass macht es doch zu wissen, dass zu Hause immer einige Flaschen Wein vorrätig sind und man spontan eine Wahl treffen kann. Doch was für Weine braucht’s und was macht Sinn?

Überraschend tauchen Freunde auf, es gibt spontan etwas zu feiern oder auf etwas Spezielles anzustossen. Wer also nicht bei jeder Gelegenheit in den Laden stürmen will um eine oder zwei Flaschen Wein einzukaufen, sorgt für einen ständigen, kleinen Vorrat zu Hause. Bei idealer Zusammenstellung ist man dann für fast jede Gelegenheit gewappnet. Und wenn dann die ausgewählten Weine noch zu den Lieblingsspeisen passen, ja dann ist das Glück vollkommen.

Beim Aussuchen und beim Einkauf lohnt es sich oft auch die speziellen Verkaufsaktionen und Rabatte zu berücksichtigen. Das gibt immer wieder die Möglichkeit beim einen Wein Geld zu sparen und sich dafür den anderen, vielleicht etwas teureren Tropfen zu gönnen. Wichtige Punkte für den Einkauf sind der persönliche Geschmack, der vorhandene Platz und dessen Eignung, und natürlich die finanziellen Ressourcen. Für die Zusammenstellung des persönlichen „Sortiments“ sollten Sie sich zudem einige weitere Fragen stellen: wie viele Flaschen Wein trinken Sie zuhause während eines Jahres? Wieviele davon sind Alltagsweine? Wie oft bewirten Sie Gäste, denen Sie „speziellere“, ausgereifte Weine kredenzen? Wie oft wollen Sie sich selber mit einem guten Tropfen verwöhnen? Und möchten Sie ab und zu mit einem Schaumwein anstossen oder einen Süsswein geniessen?

Setzen Sie sich also hin, genehmigen Sie sich in Ruhe einen Schluck Ihres Lieblingsweines und nehmen Sie sich genügend Zeit diese Fragen zu beantworten und schriftlich festzuhalten. Eine erste Auswahl könnte zum Beispiel so aussehen: Da Weissweine meist jung getrunken werden, reichen wenige Flaschen im Vorrat. Zum Beispiel säurebetonte Chasselas, Sauvignon oder Albariño, körperreichere Chardonnay und Pinot Blanc oder aromatische Gewürztraminer oder Viognier. Allenfalls noch einige Flaschen Schaumwein, Riesling oder Weissweine mit Barriqueausbau. Dazu einige junge, leichte und fruchtige Rotweine wie Beaujolais oder leichtere Pinot Noir. Wer elegantere Rotweine liebt, der wählt Burgunder, Chianti Riserva oder Brunello di Montalcino. Volle, kräftige Tropfen aus der neuen Welt, Rioja oder Merlot runden die Auswahl ab. In der Regel lassen sich tanninreichere Bordeaux aus dem Medoc aber auch Weine von der Côte-Rôtie, Barolo und australische Shiraz gut lagern. Auch die meisten Dessertweine müssen nicht innert kurzer Zeit konsumiert werden.

Ein Weinkeller, respektive der Vorrat aber lebt und verändert sich ständig. Nicht immer findet man auf Anhieb den oder die Weine, die einem passen. Und hat man sich für einen oder gleich ein paar verschiedene Lieblingsweine entschieden, verschwindet einer davon plötzlich aus dem Angebot. Oder der eigene Weingeschmack hat sich verändert. Was tun? Sicher hilft für spätere Einkäufe eine kurze Notiz zu jedem Wein den man trinkt. Am besten mit Vermerk auf den Bezugsort, den Preis und warum er gefallen hat. Wird ein Wein besonders günstig angeboten und man kennt ihn noch nicht, lohnt es sich oft, zuerst eine Flasche davon zu kaufen. Probiert wird dann in Ruhe zuhause, allenfalls mit Freunden, und erst danach entscheidet man sich mehr davon zu kaufen.

Text: John Wittwer