Zurück zum Profil

Matter of Taste! Parker macht einen guten Job

Harte Arbeit für Master of Wine Jan Schwarzenbach. Bei «Matter of Taste» degustierte er 300 der 800 Topweine!

Jan Schwarzenbach, dieses Weinwochenende namens Matter of Taste im «Dolder» Zürich war eine Riesenshow. Wie schätzen Sie den Stellenwert ein?

Ein richtig toller Anlass für die Schweizer Weinszene. Ich kenne sonst keinen vergleichbaren Wein-Event auf diesem hohen qualitativen Niveau. Er unterstreicht den Genuss-Aspekt des Weins: Man kann keine Flaschen kaufen, aber sehr viel degustieren, viele Leute kennenlernen und mit Produzenten und Händlern diskutieren.

Ausgeschenkt werden 800 Topweine. Wie viele davon degustieren Sie an diesen zwei Tagen?

Leider schaffe ich nicht alle achthundert. Aber so gegen dreihundert habe ich mir schon vorgenommen. Ich habe mich vorbereitet, das Programm ausgedruckt und meine Favoriten angezeichnet, quer durch alle Weinländer. Bei mir bereits bekannten Weingütern probiere ich gerne die neuen Jahrgänge, aber natürlich möchte ich auch neue Produzenten entdecken.

Die Schweiz ist auch vertreten mit einigen ihrer 90+ Punkte-Weinen.

Vor diesem Event wurden die Schweizer Winzer von Parker nicht bewertet. Erst seit Zürich als Ausstellungsort im Gespräch war, kam die Schweiz auf den Radar von Wine Advocate. Stephan Reinhardt bereiste daher unsere Weingebiete und benotete die besten Weine. Schon allein deswegen ist diese Show ein Gewinn für das einheimische Schaffen.

Ihr Arbeitgeber Mondovino ist bei «Matter of Taste» der «Presenting Partner». Wie viele dieser Topweine findet man in Eurem Angebot?

Mondovino hat 35 Winzer hierher eingeladen, alles Produzenten, die in unseren Läden, Online oder in Subskriptionsangeboten vertreten sind und die verlangten 90 und mehr Parker-Punkte aufweisen können.

Will Mondovino möglichst viele Superweine im Angebot? Oder eher Weine für «Otto Normalverbraucher»?

Wir wollen und machen beides. Berühmte, hoch bepunktete Güter haben eine gewisse Zugkraft und markieren Präsenz. Aber genau so gern suchen wir neue, unbekanntere und preisgünstige Produzenten - und freuen uns, wenn sie dann plötzlich einen Namen haben und begehrt sind.

Die Parker-Punkte sind ja nicht immer unumstritten - sind Sie persönlich jeweils einig mit den Bewertungen?

Grundsätzlich ja. Aber man darf nie vergessen, dass jede Bewertung individuell gefärbt ist und immer auch von der eigenen Befindlichkeit abhängt. Ein solches Urteil kann nie objektiv sein. Aber ich finde, die Truppe mache einen guten Job.

Haben Sie auf Ihrem Rundgang Überraschendes entdeckt?

Es gibt sehr viel Entdeckenswertes! Besonders aufgefallen ist mir der Riesling von Eva Fricke aus dem Rheingau. Und der 15er Chalofe sowie der Rüeget von Tom Litwan aus dem Aargau.

Interview: Elsbeth Hobmeier Fotos: Lucian Hunziker

«Super Wein, der Riesling Locher Krone»: Mondovino-Önologe Jan Schwarzenbach mit Winzerin Eva Fricke (Rheingau, D).

Rheingau Lorch Riesling QbA trocken Eva Fricke 2017


Unschlagbares Preis-/Qualitätsverhältnis
Wein-Experte Peter Keller
Expertenbewertung

Eva Fricke hat 2017 den bisher besten Jahrgang produziert. Der trockene Ortswein aus Lorch, wo Schieferböden vorherrschen, präsentiert sich mit einem vielschichtigen Bouquet von gelben Früchten und mineralischen Noten. Auffallend im Gaumen sind die Vielschichtigkeit, die Substanz sowie die reif … Zum Produkt
CHF 19.95
75cl (10cl = 2.66)
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
Flaschen In den Warenkorb legen
6

Verfügbarkeit in Ihrer Verkaufsstelle prüfen