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Viva Amerika

Das kann man in Nord- und Südamerika: unkompliziert geniessen. Machen wir's nach: drei Spezialitäten und die passenden Weine.

Fast Food? Ja bitte! Ein hausgemachter Hamburger, an einem heissen Tag im Garten ungeniert mit den Händen gegessen, ein schönes Stück Fleisch ohne viel Brimborium direkt vom Grill - was gibt's Besseres? Nirgendwo zelebriert man diesen lebenslustigen Genuss besser als auf dem amerikanischen Kontinent. Und dort wachsen dort gleich noch die passenden Weine dazu.

Es gibt Dinge, auf die können nur die Amerikaner kommen. Zum Beispiel auf die geniale Idee, ein Hacktätschli zwischen zwei Brötchenhälften zu klemmen. Mit Mc-Sie-wissen-schon hat das rein gar nichts zu tun: Ein original Burger aus handgeschabtem US Beef ist eine Delikatesse. Das Fleisch wird übrigens nur mit Salz und Pfeffer gewürzt, sonst nichts. Dafür ist bei den Toppings alles erlaubt. Ketchup? Unbedingt. Pickles? Ein Muss. Senf? Käse? Röstzwiebeln? Nur rauf damit. Klar, braucht es da einen Wein, der mithalten kann. Ein filigranes Tröpfchen hätte neben einem richtigen American Burger keine Chance. Perfekt ist da ein Zinfandel. Die Traube hat dieselben Wurzeln wie der süditalienische Primitivo und ist ein richtiges Kraftpaket: überschwänglich fruchtig, würzig, fleischig und mit reichlich Alkohol. Zinfandel wird übrigens bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Kalifornien angebaut. Eine echte amerikanische Spezialität also, genau wie der Hamburger.

Auch die Argentinier lieben Fleisch. Höhepunkt der Woche ist der sonntägliche Asado, ein geselliges Grillfest mit der ganzen Familie. Dabei kommen Würste und Innereien auf den Rost, Schwein, Lamm, vor allem aber grosse Stücke vom einheimischen Rind, das sich in den Weiten der Pampa an Grass satt fressen durfte. Den passenden Wein dazu haben die Argentinier vor über hundert Jahren aus Frankreich importiert. Damals kam die Malbec-Traube ins Land, die seitdem zur eigentlichen argentinischen Spezialität geworden ist. Mit ihrer üppigen Brombeerfrucht, ihrer samtigen Art und schokoladigen Note begleitet sie aufs Beste die Röstnoten eines kernigen Stücks Fleisch vom Grill.

Auf eine ähnliche Geschichte blickt die Rebsorte Carmenère zurück. Auch sie kommt ursprünglich aus Frankreich, auch sie hat in Südamerika eine neue Heimat gefunden, nämlich in Chile. Und ähnlich wie der Malbec passt sie wunderbar zu kräftigen Gerichten mit Fleisch. Zum Beispiel zu Empanadas: Diese halbmondförmigen Teigtaschen sind in ganz Mittel- und Südamerika verbreitet, und natürlich kennt jedes Land sein ureigenes Rezept. In Chile geht das so: Hackfleisch, Zwiebeln, hartgekochtes Ei, Oliven und Rosinen. Eine pikante Mischung, die durch die beerige Frucht und kräuterwürzige Note eines Carmenère noch delikater wird. Ach ja, die Empanadas werden natürlich mit den Fingern gegessen. Das Fazit: Einfach ist oft am besten.

Weinempfehlungen Chile, Carmenère:

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