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Feuer und Flamme

Sind wir nicht alle ein bisschen Neandertaler? Feuer hat den Menschen schon immer fasziniert. So geht es auch mir – vor allem, wenn ein Stück Fleisch draufliegt. Meine besten Grilltipps und die passenden Weine dazu.

Mut zu grossen Stücken

Beim Grillieren bin ich nicht so für klein-klein. Spiesschen finde ich eher spiessig, stattdessen werfe ich gerne grosse Stücke auf den Rost: zum Beispiel Côte de Bœuf, also Hohe Rippe vom Rind, ein zweifingerdickes Kalbskotelett, ein Ibérico-Rack oder ganze Fische samt Kopf und Kiemen. Ich mag das Zerteilen und das Teilen, die Geselligkeit, die so ein Prachtstück verbreitet. Und: Einer muss nicht den ganzen Nachmittag Würstchen wenden. Das ist der Plausch!

 

Bitte ohne Marinade

In Sachen Würze bin ich Puristin. Marinade kommt mir nicht ans Grillgut. Lieber lege ich das fertige Fleisch zum Ruhen auf ein Stück Butter und einen Strauss aus frischen Kräutern, um es zu parfümieren. Auf Rindfleisch liebe ich ganz fein gehackte Schalotten. Oder ich bereite eine Senfbutter zu: Dafür 30 Gramm weiche Butter mit zwei Teelöffeln Senfpulver und einem Teelöffel Dijon-Senf verrühren und kaltstellen. Dann auf dem heissen Fleisch dahinschmelzen lassen.

 

Ein Körnchen Salz

Tolles Salz macht Grilliertes noch schmackhafter. So wie feuchtes, flockiges Fleur de Sel oder Maldon Sea Salt mit seinen pyramidenförmigen Kristallen, die zwischen den Zähnen knirschen. Extrakross!

 

Rebholz gibt Geschmack

Kennen Sie einen Winzer? Dann bitten Sie ihn, zur nächsten Grillade Rebholz mitzubringen. Die Zweige verleihen Fleisch, Fisch und Gemüse ein ganz besonderes Aroma. Und das bringt uns auch schon zum letzten Punkt...

 

Der Wein dazu

Kernig, spritzig, süffig – das sind die drei Weintypen, die Sie zum Grillieren brauchen. Zu rotem Fleisch ist die Sache ganz einfach. Wählen Sie Tropfen aus Ländern, die berühmt sind für Fleisch vom Grill: einen Malbec aus Argentinien, einen roten Bordeaux zum Entrecôte oder zur Entenbrust, einen Chianti zur Bistecca alla fiorentina, einen Rioja zum Lamm. Mit ihrem kernigen Tannin bieten sie den kräftigen Röst- und Fleischaromen Paroli. Spritzig soll es zu Fisch und weissem Fleisch sein. Ein Sauvignon Blanc aus Frankreich oder Neuseeland oder die exotische Petite Arvine aus der Schweiz machen Laune und erfrischen an einem heissen Tag. Zu grilliertem Gemüse schliesslich öffne ich einen süffigen Rosé. Meine Lieblingsexemplare kommen aus Südfrankreich und vom Neuenburgersee.

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