Wein zu Asia-Food

Ost trifft West - Peking-Ente und Pinot Noir? Passt hervorragend! Nützliche Tipps für die Paarung von Wein und asiatischer Küche.

Vor Jahren sah ich in einem thailändischen Restaurant einmal thailändischen Wein auf der Karte. Habe ich natürlich sofort bestellt! Meine Neugier verwandelte sich beim ersten Schluck in Enttäuschung. Dem Roten, so schien mir, mangelte es an Struktur, und auch seine spürbare Süsse fand ich nicht besonders attraktiv. Doch dann kam das Essen. Und plötzlich meldete mein Gaumen die perfekte Harmonie.

Die asiatische Küche (pardon für diese Verallgemeinerung, ich weiss, das ist, als würde man Schweizer und schwedische Küche in einen Topf werfen) basiert auf anderen Aromen und Kombinationen, als wir es gewohnt sind. Unsere Küchenklassiker verdanken ihre Würze meist Fett, Salz und Röstaromen, drei Elementen, die sich bestens mit dem Tannin von Rotweinen vertragen. In Asien hingegen verwendet man oft weniger Fett und würzt mit Sojasauce statt Salz. In vielen Gerichten treffen sich Süsse, Säure und Schärfe, hinzu kommt eine Vielzahl exotischer Gewürze. Kurz: Bei der Paarung von asiatischem Essen und Wein gelten andere Regeln.

Nun wollen wir aber keine Doktorarbeit draus machen! Als Wegweiser habe ich Ihnen ein paar ganz handfeste Weintipps zusammengestellt.

Chinesisch: Knusprige Ente, zarte Dim Sum
Zu chinesischer Küche kommen Freunde sämtlicher Weintypen auf ihre Kosten. So rufen Dim Sum, gedämpfte Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch, Meeresfrüchten oder Ei, nach einem spritzigen Weissen wie Riesling oder Sauvignon Blanc. Süss-saure Gerichte vertragen sich ideal mit Rosé. Und eine knusprige Peking-Ente bietet Gelegenheit, einen roten Pinot Noir oder Merlot zu bestellen.

Thailändisch: Das Spiel von Süsse, Säure und Schärfe
Thai-Food besticht durch frische, delikate Aromen: scharfe Chilischoten, fein säuerlicher Limettensaft, Kokosmilch mit ihrer leichten Süsse. Dazu passen duftige, aromatische Tropfen: ein Pinot Gris oder Gewürztraminer aus dem Elsass, ein argentinischer Torrontés oder ein Johannisberg aus dem Wallis. Der Wein darf gerne etwas Restzucker haben.

Indisch: Die besten Currys der Welt
Die Inder kochen Currys wie kein anderes Volk auf der Welt. Dazu hat die Schweiz einen Alleskönnerwein im Ärmel: Œuil de Perdrix aus Neuchâtel. Natürlich funktionieren auch andere fruchtige Rosés. Sie werden sowohl mit Schärfe als auch mit exotischen Gewürzen fertig. Zu mildem, cremigem Korma hingegen passt ein Chardonnay ausgezeichnet. Wer es rot mag, wähle zur indischen Küche einen leichten, gerbstoffarmen Typ wie Valpolicella.

Japanisch: Von Sushi bis Wagyu-Beef
Ausgefallen wird es zu Sushi: Da passt ein mineralischer Chasselas aus dem Waadtland genauso gut wie ein trockener Sherry, ein Riesling aus dem Elsass oder, wenn es festlich sein soll, Champagner! Ein trockener Rosé aus der Provence begleitet Sashimi, insbesondere vom Lachs. Und zum Wagyu-Beef dürfen Sie Ihren opulentesten Tropfen hervorholen: Amarone.

Übrigens: Wenn Sie das nächste Mal beim Thai essen, bestellen Sie ruhig den einheimischen Wein. Die thailändischen Winzer wissen, was sie tun.

Britta Wiegelmann, Januar 2017

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