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Wie das Tessin zur Spitze aufstieg

Der Weinbau im Tessin hat zu Beginn der achtziger Jahre eine önologische Revolution erlebt. Waren früher in erster Linie ambitionslose Weine produziert worden, die in folkloristischen Keramik-Krüglein ausgeschenkt worden, so erreichen heute die Produkte qualitätsmässig ein internationales Niveau.

Dabei dreht sich (fast) alles um den Merlot. Die Sorte nimmt über 80 Prozent der Rebfläche von 1100 Hektaren in der Sonnenstube der Schweiz ein. Sie ist mitverantwortlich für die Produktion der grossen Bordeaux-Weine.

Der Aufschwung begann mit einigen Deutschschweizer Aussteigern, die - angezogen von der südlich-lateinischen Kultur - exzellente Weine im Tessin produzieren wollten. Die Gruppe um Christian Zündel, Daniel Huber, Werner Stucky und Adrian Kaufmann war mit Studien-Abschlüssen hervorragend ausgebildet. Ihnen schwebten Weine vor, die sich an den Vorbildern im Bordelais orientierten: klassische Maischegärung und Ausbau in französischen Barriques. Bald stellten sich denn auch die ersten Erfolge ein und zogen Nachahmer an. Die „Väter“ der modernen Tessiner Önologie schlugen den gleichen Weg ein. Bekannte Namen wie Luigi Zanini, Cesare Valsangiacomo, Claudio Tamborini und Sergio Monti besuchten Kurse an der Universität in Bordeaux. In den letzten Jahren wagte eine junge Generation von gut ausgebildeten Jungwinzern den Sprung in die Selbständigkeit und baute eigene Betriebe auf.

Merlot sei wegen des Klimas die passende Sorte für das Tessin, sagt etwa Gaby Gianini, die Besitzerin von Castello di Morcote. Das qualitätsbewusste Gut am Luganersee hat für Mondovino den vorzüglichen Il Rubino Special Edition Peter Keller 2016 abgefüllt (Angebot siehe Raritäten). Es hat kürzlich den Betrieb von Adrian Kaufmann übernommen, der keinen Nachfolger gefunden hat. Auch der charismatische Pionier Werner Stucky löste die Zukunft. Er hat mit Jürg Hügin von der Cantina della Rocca eine gemeinsame Gesellschaft gegründet. Die Weine werden jedoch weiterhin unter den eigenen Labels abgefüllt. Bei Zündel und Huber übernehmen (oder haben bereits übernommen) die Jungen das Ruder.

Die Strategie, voll auf Qualität zu setzen, hat sich jedenfalls für die Tessiner Winzer ausbezahlt. Sie kennen wenig oder keine Absatzsorgen, zumal ihre Weine an Degustationen mit verdeckten Etiketten schon manchen berühmten Bordeaux-Namen aus dem Feld geschlagen haben. Und das Renommee steigt weiter, seitdem die amerikanische Fachzeitschrift „Wine Advocate“ Schweizer Weine bewertet und hohe Punkte vergibt. So erhielt etwa der Sass 2013 von Christian Zündel 94 von 100 Punkten und der Il Canto delle Terra Monti 2013 von der Cantina Monti 93 Punkte.

 

Ticino DOC Merlot Il Rubino Special Edition Peter Keller Tenuta C 2016

2016 war ein anspruchsvolles Jahr für die Schweizer Winzer. Ein feuchter, kühler Frühling, viel Regen im Juni und ein Herbst mit viel Sonne waren prägend. In diesem Jahr gelangen dem Tessiner Gut Castello di Morcote sehr schöne Weine. Die Spezialabfüllung wurde aus Trauben von verschiedenen Lag … Zum Produkt

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