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Silvio Denz

"Ohne grosses Terroir geht im Weinbau gar nichts", ist Parfüm-Unternehmer Silvio Denz überzeugt.

Nach diesem Prinzip stellte der Schweizer ein umfangreiches Portfolio von Weingütern zusammen. Vier Betriebe liegen in der Bordeaux-Appellation St.-Emilion: Château Péby-Faugères, Faugères mit dem Schwesterweingut Cap de Faugères in Côtes de Castillon sowie Rocheyron. Erst kürzlich ist Château Lafaurie-Peyraguey im Sauternes dazugekommen. Im Juni verkauft wurde Château de Chambrun in Lalande-de-Pomerol, weil es strategisch nicht mehr zu den anderen Betrieben passte.

Für Denz ist indes nicht nur das Terroir von herausragender Bedeutung. Die Arbeiten in den Rebbergen und im Keller sowie die Assemblage des Weines würden ebenso eine wichtige Rolle spielen. Der Liebhaber edler Tropfen vergleicht die Weinbereitung mit einer grossen Küche: "Die besten Zutaten nützen nichts, wenn kein professioneller Chef am Herd steht." Denz kann auf allen Châteaux auf gut eingespielte Teams zählen und lässt sich zudem von Star-Önologen wie Michel Rolland, Peter Sisseck und Denis Dubourdieu beraten.

Zu den Weingütern in Frankreich gesellen sich Beteiligungen in Spanien und Italien. Auf der iberischen Halbinsel erwarb Denz zusammen mit fünf Freunden Clos d'Agon an der Costa Brava. Schliesslich Montepeloso in der Toskana: Auf diesem Gut werden Weine im Bordeaux-Stil produziert.

Text: Peter Keller