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Juliane Eller

Ein deutscher Name, den man sich merken sollte. Das grösste Anbaugebiet Deutschlands, Rheinhessen, war während Jahren für belanglose Massenweine wie etwa Liebfrauenmilch bekannt.

Glücklicherweise hat sich dieser Zustand geändert. Eine Reihe von etablierten Betrieben sorgt für qualitative Höhenflüge. Zudem streben innovative wie talentierte Jungwinzer vehement nach oben. Zu diesem Kreis zählt die erst 26-jährige Juliane Eller. Sie ist in der Schweiz noch wenig bekannt, aber das wird sich bald ändern.

Die Deutsche hat vor drei Jahren das Weingut ihrer Eltern übernommen und die Strukturen völlig umgekrempelt. Statt maschinell geerntete Fassweine werden jetzt handgelesene Qualitäts-Gewächse produziert. Dafür hat die selbstbewusste und risikofreudige Juliane Eller eine eigene Linie ins Leben gerufen: Juwel-Weine. "Der Entscheid hat mich manch schlaflose Nächte gekostet", blickt die Winzerin zurück. Die Trauben stehen sinnbildlich für rohe Edelsteine. Diesen verleiht die junge Dame den letzten Schliff. So soll jeder Wein zu einem Juwel werden.

Die Resultate lassen bereits nach wenigen Jahren erahnen, dass sich in Rheinhessen ein Talent auf den Weg macht, die Weinwelt zu erobern. Eller will dabei Gewächse erzeugen, die ihre Handschrift tragen. Das bedeutet: filigrane, gradlinige, spannungsreiche Preziosen mit Druck, aber ohne Schminke. Die Weine werden trocken ausgebaut. Im Keller interveniert Juliane Eller so wenig wie möglich. Die Weine werden spontan mit wilden Hefen vergoren. Irgendwelche Zusatzstoffe haben im Keller nichts zu suchen: "Ich habe kein gutes Gefühl, ein chemisches Pulver in den Tank zu schütten", erklärt die Deutsche.

Sie ist zudem daran, ihre 20 Hektar zählenden Rebberge auf den biologischen Landbau umzustellen. Die Böden bestehen aus Kalk, Tonmergel und Lösslehm. Eller konzentriert sich dabei auf fünf Sorten: Riesling, Silvaner, Grauburgunder, Weissburgunder und Pinot noir (Spätburgunder). All ihre Gewächse, egal ob Guts-, Orts- oder Lagenwein, zeichnen sich durch ein grossartiges Preis-/Leistungsverhältnis aus. Und sie vermögen problemlos mit wesentlich teureren Beispielen mitzuhalten, wie Verkostungen mit verdeckten Etiketten bewiesen haben.

Eigentlich war es nicht sicher gewesen, ob Eller überhaupt Winzerin werden wollte. Ihr hätte eigentlich ein Sportstudium mehr entsprochen. Doch manchmal will es das Schicksal anders. Ein Praktikum beim rheinhessischen, in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Weltklasse-Weingut Klaus Peter Keller brachte die Erkenntnis, sich doch dem Rebensaft zuzuwenden. Sie studierte dann an der Forschungsanstalt Geisenheim Önologie und Weinbau. Ein gut überlegter Entscheid, wie der speziell für einen NZZ-Signaturwein abgefüllte Weissburgunder 2016 zeigt. Die Trouvaille vermag auch verwöhnte Gaumen in jeder Beziehung zu überzeugen.

Peter Keller, April 2017

Rheinhessen Edition Peter Keller Riesling Juwel Weine 2017


Top-Riesling aus Rheinhessen
Wein-Experte Peter Keller
Expertenbewertung

Juliane Eller hat für diese Spezialabfüllung Riesling-Trauben aus verschiedenen Lagen verwendet, auch solche von ihrer besten Lage «Frühmesse». Im Rebberg wird biologisch gearbeitet, die Lese erfolgt von Hand. Das im Stahltank und auf der Vollhefe ausgebaute Resultat vermag in jeder Hinsicht zu … Zum Produkt
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Rheinhessen Weissburgunder Juwel Weine Signaturwein Peter Keller 2016

Weissburgunder ist eine eher neutrale Sorte. Trotzdem keltert die deutsche Jungwinzerin Juliane Eller daraus facetten- und spannungsreiche Weine. Der aromatische NZZ-Signaturwein von handgelesenen Trauben präsentiert sich mit einem vielschichtigen Bouquet, das von fruchtigen und Kräuternoten be … Zum Produkt
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