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Interview Schwarzenbach Weinbau

Der 34-jährige Alain Schwarzenbach und seine 32-jährige Partnerin Marilen Muff leiten den Familienbetrieb Schwarzenbach Weinbau in Meilen in der fünften Generation. Im Gespräch erklärt das Tandem, wie sie das erfolgreiche Weingut am Zürichsee in Zukunft führen und wo sie die Schwerpunkte ihrer Arbeit setzen wollen.

„Wir wollen Topweine produzieren, die sich jeder leisten kann“

Was bedeutet Ihnen Wein?

Alain: Wein bedeutet mir vieles. Vor allem ist es eine Leidenschaft. Sonst könnte ich diesen spannenden Job nicht ausüben. Im Weiteren verbringen wir unsere Ferien gerne in Weinregionen und besuchen dort Güter.

Marilen: Wein ist Genuss, auf den wir bei einem Essen nicht verzichten wollen. Alain und ich kochen zudem sehr gerne.

 

Seit kurzer Zeit liegt die Führung des Betriebs in den Händen der Jungen. Wie wird die Arbeit aufgeteilt?

Alain: Prinzipiell arbeiten beide an allen Orten. Ich kümmere mich aber in erster Linie um Rebberge und Keller, während Marilen den Verkauf und das Marketing betreut.

 

Seid Ihr immer gleicher Meinung?

Marilen: Nein, aber unser gemeinsames Ziel besteht stets darin, im Rebberg und Keller das Beste herauszuholen. Wir fällen alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam, manchmal nach längeren Diskussionen.

 

Alain Schwarzenbach, was wollen Sie künftig ändern?

Alain: Das Image der Zürcher Weine hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Wir wollen die Qualität unserer Produkte weiter optimieren. Zudem soll das etwas verzettelte Sortiment gestrafft werden. So werden wir etwa den spätreifenden Cabernet Sauvignon nicht mehr separat abfüllen, sondern nur noch für eine Assemblage verwenden.

 

Wird sich der Weinstil ändern?

Alain: Die Rotweine sollen künftig etwas kräftiger werden. Wir müssen uns den veränderten Konsumgewohnheiten anpassen. Die Weissen sollen sich spritzig, leicht, frisch und zugänglich präsentieren. Wichtig ist, dass wir einen Weinstil pflegen, der uns selber gefällt. Und nicht zuletzt: Wir wollen Topweine produzieren, die sich jedermann leisten kann.

 

Marilen Muff, Sie sind von aussen in einen renommierten Betrieb eingestiegen. Was bringen Sie in diese Gemeinschaft ein?

Marilen: Der Betrieb ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Die Struktur hat sich indes nicht verändert. Da braucht es gewisse Anpassungen und eine bessere Planung. Die Besuche und Beratung in der Gastronomie nehmen an Bedeutung zu, machen doch die Verkäufe in die Restaurants bereits 45 Prozent der gesamten Produktion aus. Zudem wollen wir auch verstärkt ein jüngeres Publikum ansprechen, ohne die langjährigen Kunden zu vernachlässigen.

 

Sie sind beide noch jung und gehören der Gruppe „Junge Schweiz, neue Winzer“ an. Was bringt Ihnen diese Vereinigung?

Alain: Sie ist aus einer Degustationsgruppe entstanden. Wir wollten Erfahrungen und Meinungen austauschen. Heute haben wir uns etabliert, treten gemeinsam auf und können so neue Konsumenten ansprechen. Noch ist die Gruppe namentlich in der Westschweiz lediglich mit wenigen Mitgliedern präsent. Hier besteht Nachholbedarf. „Junge Schweiz - neue Winzer“ soll eine gesamtschweizerische Organisation sein.

 

Interview: Peter Keller

Zürichsee AOC Pinot Noir Edition Peter Keller Weinbau Schwarzenbach 2016

Die Trauben für diesen Wein aus dem Jahr 2016 stammen aus bevorzugten Lagen am Zürichsee. Der Pinot noir wird in grossen Holzfässern ausgebaut. Zudem reift ein kleiner Teil in Barriques, um dieser Spezialabfüllung noch eine zusätzliche Dimension zu verleihen. Im attraktiven, zugänglichen Bouque … Zum Produkt
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