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Deutsche Alternativen

Ohne Zweifel: Der Riesling ist das Aushängeschild Deutschlands. Die weisse Sorte überragt dank ihrer hohen Qualität, Vielfältigkeit und ihrem Reifepotenzial alle anderen Trauben.

Gut ein Fünftel der Rebfläche von rund 100'000 Hektaren ist damit bestockt. Wer Riesling mag, kommt an unserem nördlichen Nachbarn nicht vorbei, zumal sich die Preise in einem überaus vernünftigen Rahmen bewegen - abgesehen von einigen exklusiven Süssweinen.

Man würde Deutschland jedoch nicht gerecht, das Weinland auf den Riesling zu reduzieren. Es lassen sich lohnende Alternativen unter den rund 140 kultivierten Sorten finden. In Sachen weiss gilt es bestimmt, den Silvaner zu beachten. Er kann wie der Riesling das Terroir perfekt wiedergeben, ist aber säurearmer als die deutsche Nummer 1. Populär ist die Sorte, die auf rund 5000 Hektaren angebaut wird, namentlich in Rheinhessen und Franken. Grosses Potenzial wird dem auf einer ähnlich grossen Fläche kultivierten Weissburgunder zugesprochen. Es ist eine Traube mit Ansprüchen: Sie bevorzugt tiefgründige, wärmere Böden sowie exponierte, trockene Lagen. Deutsche Weissburgunder zeichnen sich durch eine feine Frucht, Frische und Eleganz aus. Hochburg ist das Anbaugebiet Baden. Aber auch in Rheinhessen gedeiht die Sorte vorzüglich - wie der Weissburgunder Edition Peter Keller 2017 von Eva Vollmer beweist. Mengenmässig bedeutender ist der Müller-Thurgau, der indes vor allem leichte, süffige Weissweine liefert. Daneben liegen Sorten wie Scheurebe, Grauburgunder, Chardonnay und Kerner im Trend.

Bei den Rotweinen ist der Spätburgunder oder Pinot noir der unangefochtene Leader und belegt eine Fläche von fast 12'000 Hektaren. Die kapriziöse Traube verlangt jedoch ein eher kühles Klima und hochwertige Böden. Stimmen alle Voraussetzungen, entstehen Weine, die an Eleganz und Finesse nicht zu toppen sind. Die grossartigsten Pinots stammen aus Baden, Pfalz, Franken und dem kleinen Anbaugebiet Ahr, wo fast ausschliesslich der roten Sorte gehuldigt wird. Dem Pinot noir qualitativ am nächsten kommt wohl der Lemberger, in Österreich als Blaufränkisch bekannt. Die Spezialität wird vor allem in Württemberg gepflegt. Die Weine sind kräftig und langlebig. Eher auf Quantität ausgelegt sind Sorten wie Dornfelder und Portugieser, die aber zu den Klassikern in Deutschland gezählt werden.

In der Schweiz fristen die deutsche Weine weiterhin eher ein Nischen-Dasein. Es handelt sich indes um eine spannende und vor allem qualitativ hochwertige Nische. Denn die Zeiten, da in Deutschland belanglose, banale Gewächse mit plumper Restsüsse produziert werden, sind längst vorbei. Heute gibt es eine breite Schicht von qualitätsbewussten Winzern, die Herausragendes im trockenen Bereich produziert. Nicht zuletzt aus diesem Grund und aus Überzeugung sind im Mondovino-Raritätensortiment solche Weine zu finden.

Peter Keller, September 2018

Rheinhessen Weissburgunder Edition Peter Keller Weingut Eva Vollmer 2017

Eva Vollmer hat einen in jeder Beziehung brillianten Weissburgunder Edition Peter Keller 2017 gekeltert. Die Trauben stammen aus der Lage Gau-Bischofsheimer Herrnberg, die in der Nähe von Mainz liegt. Die Reben wachsen auf einer Höhe von 150 bis 205 Metern über Meer. Die Fläche beträgt 22 Hekta … Zum Produkt
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