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Das Wallis der Superlative

Die Zahlen sind eindrücklich: Ein Drittel der Schweizer Rebfläche von knapp 15'000 Hektaren entfällt auf das Wallis. Nicht weniger als 22'000 Rebberg-Besitzer kultivieren 80'000 Parzellen. Angebaut werden 57 Rebsorten, von den bekannten Chasselas, Johannisberg und Pinot noir bis hin zu Spezialitäten und Kuriositäten wie Petite Arvine, Cornalin oder Lafnetscha. Man betreibt Rebbau in steilen Terrassen-Lagen, teilweise bis auf 1000 Metern über Meer. Die Genossenschaft Provins in Sion als grösster Betrieb des Landes produziert rund 10% aller Schweizer Weine.

Das alleine reicht noch nicht. Zunehmend mehr Weingüter wollen mit exklusiven Prestigelinien für (internationale) Aufmerksamkeit sorgen und neue Kundensegmente ansprechen. So lancierte Valais Mundi, eine Tochtergesellschaft der Provins, mit dem ersten Jahrgang 2010 den roten Superwalliser „Electus“. Er setzt sich aus verschiedenen Rebsorten wie Cornalin, Humagne Rouge, Diolinoir, Merlot, Cabernet Sauvignon sowie Cabernet Franc zusammen und ist mit 150 Fr. je Flasche der teuerste Wein der Schweiz. Er ist hervorragend gemacht, kräftig, geschliffen, von internationalem Format, aber auch „ein austauschbarer Designwein, den man keiner Weinbauregion zuordnen kann“, wie das „Swiss Wine Magazine“ kürzlich geschrieben hat. Die Botschaft ist klar: Ein grosser Betrieb wie die Provins will beweisen, dass er nicht nur preiswerte Weine für den Alltag erzeugen, sondern auch in der obersten Liga mitspielen kann.

Mit 80 Franken ist ein weiterer, neulancierter Premiumwein schon fast preiswert. Der Tsampéhro Rouge des Guts Clos de Tsampéhro aus Flanthey (erhältlich auf Mondovino) ist ebenfalls eine international angehauchte Assemblage und zwar aus Cornalin, Merlot, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon. Hinter dem ambitionierten Projekt stehen der Walliser Winzer Joël Briguet von der Cave La Romaine, der Önologe Vincent Tenud sowie der aus Schweden stammende Bankier Christian Gellerstad aus Genf. Ihnen gelang es nach aufwendigen Verhandlungen, 35 Parzellen von ebenso vielen Eigentümern zu erwerben und so über eine gesamte Rebfläche von 2,5 Hektaren zu verfügen. Neben dem Rotwein werden ein Weisser sowie ein Schaumwein produziert.

Fast ausschliesslich auf einheimische Sorten konzentrieren sich der Unternehmer Patrick Z’Brun und der Önologe Christian Gfeller von der Domaines Chevaliers aus Salgesch. Ihre neue Spitzenlinie Lux Vina soll Weine umfassen, welche die Herkunft widerspiegeln und keinen Vergleich mit anderen Spitzenerzeugnissen scheuen sollen. Ein Petite Arvine wird ebenso produziert wie ein Pinot noir, Syrah und Cornalin. Zwei Assemblagen und ein Süsswein ergänzen Portfolio, wobei die Preise zwischen 34 und 58 Franken liegen. Es sind zwar moderne, kraftvolle, aber auch eigenständige Weine, die über die Fähigkeit verfügen, über Jahre zu reifen.

Ein Weingebiet braucht Lokomotiven, um sich gegenüber der Konkurrenz abzuheben. Die Frage ist, wo die preisliche Schmerzgrenze für die Konsumenten liegt. Ab einer bestimmten Grenze hat der Preis nichts mehr mit den effektiven Kosten zu tun, sondern definiert sich vorwiegend über das (teure) Marketing. Bestimmt fair kalkuliert ist mein Monatswein für den Februar, der ebenfalls aus dem Wallis stammt. Der Salconio Edition Peter Keller 2016 von Albert Mathier & Söhne aus Salgesch bietet eine hohe Qualität und ist - im Gegensatz zu den Superwallisern - für jedermann erschwinglich.

 

Valais AOC Salconio Edition Peter Keller Albert Mathier & Söhne 2016

Jahren Lagerung gewinnt er an Fülle und Komplexität. Er passt zu Fleischgerichten, aber auch zu einem gereiften Walliser Hartkäse. Jahren Lagerung gewinnt er an Fülle und Komplexität. Er passt zu Fleischgerichten, aber auch zu einem gereiften Walliser Hartkäse. Zum Produkt

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