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Bordeaux muss nicht teuer sein

Die Namen vergehen wie Schokolade auf der Zunge: Margaux, Cheval-Blanc, Mouton-Rothschild, Pichon-Lalande und viele Châteaux mehr. Die berühmten Namen aus dem französischen Anbaugebiet Bordeaux vermögen die Weinfreunde weltweit in Entzückung zu versetzen. Die grosse Nachfrage hat leider auch ihre Kehrseiten. Die Preise kletterten in den letzten Jahren unaufhörlich nach oben. Dreistellige Werte sind eher die Regel als die Ausnahme. Für ältere Jahrgänge muss noch tiefer ins Portemonnaie gegriffen werden. Bordeaux ist definitiv zum Luxusprodukt mutiert.

Die Elite macht indes lediglich rund 5 Prozent der gesamten Produktion aus. Vom grossen Rest spricht selten jemand. Diese Weingüter haben vielfach Absatzsorgen und müssen ihre Tropfen zu tiefen Preisen an den Mann und die Frau bringen. Bordeaux ist riesig: Rund 120'000 Hektaren sind mit Reben bepflanzt. Die Hälfte dieser Fläche ist als „Bordeaux“ und „Bordeaux Supérieur“ klassifiziert. Es ist möglich, diese Weine im gesamten Anbaugebiet zu produzieren. Unter diesen beiden Labels werden Rot-, Weiss-, Rosé- sowie Schaumweine verkauft. Wer sucht, findet durchaus gute bis sehr gute Gewächse. Auch in weniger bekannten kommunalen Appellationen wie etwa Fronsac oder Côte de Blaye lassen sich interessante Beispiele finden.

Der Nachteil dieser Weine: Die Güter sind kaum oder gar nicht bekannt. Während sich eine Marke wie „Château Lafite-Rotschild“ oder „Château Pétrus“ quasi von alleine verkauft, haben die unbekannten Namen einen schweren Stand bei den Konsumenten. Ich habe in Zusammenarbeit mit Business France rund ein Dutzend unbekannter Châteaux ausgewählt und deren Weine, vorwiegend aus dem Jahr 2015, in Zürich kritisch degustiert. Gerade in hervorragenden Jahrgängen gelingt es auch kleineren Erzeugern, exzellente Gewächse zu keltern. Am Schluss der Selektion blieb ein Trio übrig. Es überzeugt durch eine gute bis sehr gute Qualität, seine Typizität und seine fairen Preise. Die drei Bordeaux sind ausschliesslich auf Mondovino erhältlich und der Beweis dafür, dass sich auch im mittleren Preissegment schöne Trouvaillen finden lassen. Ganz nach dem Motto: Bordeaux muss nicht teuer sein.

 

Château Leroy-Beauval Bordeaux supérieur AOC 2015

Tiefe Farbe mit violetten Reflexen, schönes Bouquet mit Noten von schwarzen Beeren, Tabak und dezenten Holz-Anklängen, im Gaumen jugendlich, kräftig mit reifen Gerbstoffen und mittlerer Säure, elegant, ausgewogen, gute Länge. Zum Produkt

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