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Dominio de Pingus

1995 vinifizierte der Däne Peter Sisseck in seiner neu gegründeten Bodega im Ribera del Duero und aus Trauben höchster Güte seinen ersten eigenen Wein.

Das Kleinstprojekt gedieh ganz unter dem Einfluss des Garagenwein-Trends der 1990er Jahre. Und dieser edle Tropfen, benannt nach Peter‘s dänischem Kosenamen, schrieb Geschichte. Pingus war das erste spanische Gewächs, das es in die Weltelite der 100 besten Weine geschafft hat. Zum Mythos wurde er schliesslich, als das Schiff sank, welches die Flaschen des ersten Jahrgangs auf den amerikanischen Markt bringen sollte. Dieser Verlust und die ohnehin geringe Produktionsmenge machten Pingus zu einem der begehrtesten Weine der Welt. Und zum momentan teuersten Spaniens. Sisseck bearbeitet seine 4 ha Pingus-Weinberge biodynamisch, vergärt in grossem Holz und Stahl und verzichtet beim Ausbau inzwischen ganz auf neue Eiche. Jahr für Jahr machen eine enorme Komplexität und beindruckende Feinheit diesen weltberühmten Wein aus. Für Flor de Pingus hält es der Däne im Keller genau gleich, wobei die 35 ha alte Reben um La Horra einem Village-Konzept entsprechen, während die Pingus-Weingärten einer präzise definierten Grand-Cru-Lage gleichzusetzen sind. Während Pingus und Flor de Pingus in der westlichen Ribera ausgebaut werden, nutzt Sisseck Aranda de Duero, im historischen Zentrum des Anbaugebietes, als Standort für sein neustes Projekt Bodegas y Viñedos Alnardo. Darin eingebunden sind über 400 Winzer mit kleinen Parzellen, die der dänische Meister so zum Erhalt ihrer alten Reben bewegen will. Der ausbalancierte, fruchtig-saftige PSI wird in grossen Holzgebinden und nur zu 15% in kleinen, gebrauchten Eichenfässern ausgebaut.