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Valsangiacomo

Valsangiacomo wurde 1831 als allererster Tessiner Weinhandelsbetrieb gegründet und gehört zu den Vorreitern des qualitätsorientierten Merlots.

Vom Händler zum Winzer: Valsangiacomo erobert das Tessin

Valsangiacomo war erst Händler, dann Winzer. Mehr als 120 Jahre verkaufte die Familie Weine an die Grotti und Tavernen des Mendrisiotto, bevor sie sich schliesslich um 1900 herum selbst der Weinerzeugung widmete. Erst kelterte Giovanni Valsangiacomo Wein aus Trauben von lokalen Weinbauern. 1954 gründete die Familie schliesslich einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb und legte die ersten Rebgärten an. Eine Handelsfirma, die eigene Rebberge kultivierte – das war ein Novum im Kanton Tessin. Und doch entwickelte sich das Weingut Valsangiacomo im Laufe der Jahre zum innovativsten und wichtigsten Erzeuger von Tessiner Qualitätsweinen. Neben der Kreation eigener Weine handelte die Winzerei Valsangiacomo lange mit ausländischen Weinen und war damit einer der erfolgreichsten Firmen der Schweizer Weinbranche. In den 1990er-Jahren änderte sich schliesslich die Firmenphilosophie und der Import wurde zugunsten der eigenen Trauben beinahe vollständig aufgegeben.

Bis heute steht bei Valsangiacomo der Familiencharakter im Vordergrund. Das Unternehmen wird in sechster Generation vom Winzer Uberto Valsangiacomo geleitet. Mit seinem Team bewirtschaftet er 20 Hektar Reben im Sottoceneri; zusätzlich ist geplant, weitere 10 Hektar im Mendrisiotto dazu zu kaufen, wo etwa drei Viertel des gesamten Tessiner Merlot-Weins angebaut werden. Merlot ist auch die vorherrschende Rebsorte bei Valsangiacomo.

Was Valsangiacomo als Winzer auszeichnet

Der gute Ruf des Valsangiacomo-Weinguts beruht auf den unterschiedlichen Merlot-Typen, die alljährlich gekeltert werden. Dabei achtet Valsangiacomo bei jedem Jahrgang auf eine besonders sorgfältige Auswahl der Trauben, um das Beste aus der edlen Rebsorte herauszuholen. Die klassische Merlot-Variante reift traditionell in grossen Holzfässern, die Top-Selektionen in Barriques aus französischer Eiche.

Sichere Werte sind Klassiker wie Ariete oder Roncobello, der übrigens der erste Wein war, der 1958 aus den hauseigenen Trauben des Valsangiacomo-Weinguts produziert wurde. Gleichzeitig war er der erste im Südkanton, der nach den für damalige Verhältnisse modernen önologischen Konzepten gekeltert wurde. Der Prototyp einer Barrique-gereiften Riserva ist der Rubro, der 1988 erstmals präsentiert wurde. Der Chardonnay und der Spumante sind ebenfalls entdeckenswerte Spezialitäten. Der Ariete Valsangiacomo bianco markiert eine neue Etappe in der Kelterung von weissem Merlot. Insgesamt produziert der Winzer Valsangiacomo im Durchschnitt 170'000 Flaschen Wein, der fast in der gesamten Schweiz Absatz findet.

Ein Besuch auf dem Weingut Valsangiacomo

Im traditionsreichen Städtchen Mendrisio, das nicht umsonst als „Il Magnifico Borgo“ – der prächtige Ort – bezeichnet wird, liegt die historische Weinkellerei Valsangiacomo. Seit 2004 findet die gesamte Produktion dort statt. Dafür wurde das Gebäude restauriert und mit modernster Technologie ausgestattet, sodass der Wein einerseits von den natürlichen Bedingungen des Kellers profitiert und andererseits auf höchstem technischen Niveau hergestellt werden kann. Ihren historischen Charme hat die Weinkellerei dadurch nicht eingebüsst. Nach Vereinbarung können die Räume von Montag bis Freitag für eine Weindegustation besucht werden. Das am Fusse des Monte Generoso gelegene Weingut Valsangiacomo ist ein idealer Zwischenstopp auf einer Weinwanderung.

 

Land Schweiz
Region Tessin
Website www.valswine.ch

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