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Domäne Wachau

Die Domäne Wachau zählt zu den besten Weißweinproduzenten Österreichs. Die Domäne ist ein glänzendes Beispiel dafür, dass es eine Genossenschaft unter innovativer und qualitätsorientierter Führung an die Spitze schaffen kann.

Die Domäne Wachau ist tief mit der Region Wachau verbunden. Etwa 440 Hektar der Weinberge im Weltkulturerbe Wachau mit ihren Trockensteinmauern und steilen Terrassenlagen werden von den Mitgliedern der Qualitätsgenossenschaft bewirtschaftet. Das entspricht etwa 30 Prozent der gesamten Weinberge der Wachau. Laufende Besichtigungen des Weingartens und dessen möglichst objektive und transparente Bewertung führen letztendlich zu Zuschlägen beim Traubenpreis für die einzelnen Mitglieder. Außerdem werden die Bedürfnisse der natürlichen Ressourcen besonders ernst genommen und der Pflanzenschutzmitteleinsatz weiter verringert. So konnten viele Mitglieder der Domäne Wachau für die Qualitätsbonitur begeistert werden.

Die Domäne Wachau strebt als Mitglied der Qualitätsgemeinschaft Vinea Wachau Nobilis Districtus nach höchsten Qualitäten und bieten im Rahmen dieser Vereinigung Weine der Kategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd an. Nur eigene Trauben aus der Wachau werden verarbeitet, der Zukauf von Trauben, Most oder Wein ist nicht erlaubt.

Die Weingärten der Domäne Wachau befinden sich an beiden Seiten entlang der Donau und an den steilen Trockenterrassen der gesamten Wachau.

Für den geschulten Blick spiegelt sich bereits im Weingarten die Qualität des zukünftigen Weines wider. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Önologen Heinz Frischengruber und den Traubenproduzenten macht dies möglich und ist unerlässlich. Die Kosten der Bewirtschaftung von Terrassenanlagen sind um ein vielfaches höher als in der Ebene. Zieht man zusätzlich noch den vergleichsweise niedrigen Ertrag von unter 5.000 kg/ha in Betracht, so ergibt sich eine etwa fünfmal höhere Kostenbelastung der Weingartenwirtschaftung in der Wachau verglichen mit maschinell bewirtschafteten Flächen in der Ebene.

Einen essentiellen Teil des Terroirs in der Wachau machen die terrassierten Weingärten mit ihren Trockensteinmauern aus. Die Trockensteinmauern werden ohne Bindemittel wie Mörtel oder Beton aus Natur- und Bruchstein errichtet. Das Schlichten der Steine für diese einzigartigen Bauwerke erfordert Geduld, Gefühl und Erfahrung.

Die Hauptrebsorte in der Domäne Wachau stellt Grüner Veltliner dar. Rund 55% der Fläche macht die mittlerweile auch international anerkannte Spitzen-Weißweinsorte aus. In keinem anderen Weinbaugebiet Österreichs hat aber auch der Riesling einen so hohen Anteil wie in der Wachau, so auch bei der Domäne Wachau mit 18% Flächenanteil. Neuburger ist eine regionale Spezialität - die Domäne Wachau ist das weltweit größte Neuburger-Weingut. Rivaner, Weissburgunder und Muskateller sind weitere nennenswerte Weißweinsorten. Rotwein verfügt über einen Anteil von etwa 6% - Blauer Zweigelt, St. Laurent und Pinot Noir sind hier als wichtigste roten Rebsorten zu nennen.

Önologe Heinz Frischengruber hat dank des Bonitursystems und straffen Lieferungsregelungen bestes Traubenmaterial zur Verfügung, und er geht behutsam an die Weine heran, die er mit präziser Stilistik ausbaut.

Die Behandlung der Maische zielt auf beste Fruchtextraktion ab, die Weine werden bewusst reduktiv ausgebaut. Die Entschleimung dauert ein bis zwei Tage, die kühl gehaltene Vergärung erfolgt mit sehr klarem Most. Bei 16° bis 18° Celsius (Smaragde etwas höher) dauert die Gärung dann auch etwas länger, geschwefelt werden die jungen Weine erst möglichst spät, um besonders stabile Weine zu erhalten. Das bedeutet in der Praxis oft zweimalige Verkostung pro Tag (bei über 50 verschiedenen Weinen im Keller!), um den idealen Zeitpunkt zu erreichen. Bei Smaragd-Weinen erfolgt die Schwefelung erst bis zu sechs Wochen nach dem Ende der Gärung.

Sowohl im Weingarten als auch im Keller beschreitet die Domäne Wachau einen kompromisslosen Qualitätsweg. Eine in den letzten Jahren deutlich verbesserte Zusammenarbeit mit den Traubenproduzenten, ein bereits größtenteils umgesetztes Weingarten-Qualitätsprogramm und eine möglichst schonende Behandlung der Moste und Weine im Keller garantieren präzise und klare Weine.

Die Weine der Domäne Wachau und insbesondere die Terrassen- und Einzellagen-Weine sind niemals überladene oder alkoholbetonte Weine, sondern fruchtbetonte Weine von einer straffen Mineralität, die vom Urgesteinboden geprägt ist. Finesse ist vorrangiger als Üppigkeit und so präsentieren sich die Weine - mit überzeugendem Trinkfluss und von fesselnder Eleganz - auch als ideale Speisenbegleiter.

Die Domäne Wachau bemüht sich um einen möglichst authentischen Herkunftscharakter in den Weinen. Die Wachau und natürlich die großen Einzellagen sollen präzise und klar zum Ausdruck gebracht werden.

Wichtig sind auch eine lange und stabile Frucht, die dann nach einigen Jahren bei entsprechend hochwertigen Weinen in komplexe Reifenoten übergehen. Die hohe Lagerfähigkeit von ausgewählten Smaragden ist durch diese Vorgehensweise ein explizites Ziel bei der Weinbereitung.

 

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