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Michel Sarrazin et Fils

Burgunder Domänen werden häufig nach ihrem Gründer benannt. Das führt nicht selten zu Missverständnissen. Darum gleich vorweg: Der Familienbetrieb Michel Sarrazin et Fils wird heute von den beiden "Fils", den Söhnen, geleitet, den Brüdern Guy und Jean-Yves. Doch bei den Sarrazin ist man Winzer vom Vater auf den Sohn, und das seit Generationen. die Sarrazin können ihre Geschichte bis ins 17 Jahrhundert zurückverfolgen. Nach Michel wird der Betrieb benannt, weil er ab 1964 mit der Flaschenabfüllung auf dem Gut begann.

Die Domäne liegt im Weiler Charnailles, der zum Dorfes Jambles in der Côte Chalonnaise gehört. Die Sarrazin bestellen in der näheren und weiteren Umgebung stolze 35 Hektar: in der bekannten Dorflage Givry vor allem, aber auch in Mercurey und Maranges und natürlich in der Regionalappellation (Bourgogne und Côte Chalonnaise). Guy Sarrazin lebt heute in Givry, doch der Betrieb hat seine Wurzeln in Charnailles, und das soll auch weiter so bleiben. " Im Jahre 1671 gab es bereits einen Jean-Baptiste Sarrazin hier, dessen Eltern Winzer waren," erklärt Guy lächelnd.

Für die beiden Brüder ist es unerlässlich, Reben in unterschiedlichen Lagen zu besitzen, um so eine breite Palette von Weinen anbieten zu können, die von Aligoté über Crémant bis zum Rotwein reicht und von der Regionalabfüllung bis zum Premier Cru. "in Givry reifen die Trauben relativ früh voll aus. Die Rotweine geraten hier besonders fruchtig, mit Noten von Kirsche und Cassis. In Mercurey und besonders in Maranges ist der Reifezyklus länger. Die Weine besitzen mehr Mineralität und weniger Fruchtigkeit", erklärt Guy, der sich in erster Linie um die Vinifikation und den Ausbau der Weine kümmert, während sein Bruder vor allem im Rebberg arbeitet.