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Domaine des Varoilles

Schweizer Schaffen in Gevrey-Chambertin.

Der Schweizer Gilbert Hammel hat die zehn Hektar umfassende Domaine 1990 gekauft. Für Gevrey-Chambertin ist dies ein beachtlicher Besitz, denn im Durchschnitt ist ein Rebgut hier nur fünf Hektar gross. Die Domaine des Varoilles umfasst Rebberge in sieben Appellationen, wovon 1,4 Hektar als Grand Cru, 7,1 Hektar als 1er Cru, und 1,5 Hektar als Village klassiert sind.
Der Kauf war damals eine grosse Investition, die sich Gilbert reiflich überlegt hat. Er investierte nach dem Kauf noch einmal grosszügig in die Pflege der Rebberge und hat die ganze Kellerausrüstung inklusive Tanks, Presse, Sortiertisch und Holzfässern regelmässig auf den neuesten Stand gebracht. Durch einen Umbau im Keller vor zwölf Jahren ist es ihm nun möglich, auf Pumpen ganz zu verzichten und die Weine nur noch per Schwerkraft zu bewegen, was eine äusserst schonende Behandlung der Moste und Weine erlaubt. Um möglichst viel von den filigranen Fruchtaromen im Wein zu behalten, werden die Tanks während der Vergärung gekühlt. Neues Holz wird zurückhaltend eingesetzt, um dem Terroir Charakter und der Frucht maximalen Ausdruck zu verleihen. Gilbert verbringt jede Woche etwa zwei Tage auf seinem Gut, damit er die Pflege der Rebberge, die Ernte und den Ausbau der Weine eng begleiten kann. Heute ist klar, dass sich die Investition und der Aufwand reichlich gelohnt haben. Die Weine haben ein eindrückliches Qualitätsniveau erreicht und werden seit dem Jahrgang 2011 auch vom bekanntesten Weinkritiker für Burgunder Weine, Allen Meadows, regelmässig mit 90 und mehr Punkten bewertet.