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Château Du Glana - Julien Meffre

Glana ist ein Flurname, wie es sie tausende gibt. Als der Grossvater von Julien Meffre, dem heutigen Mitbesitzer von Château du Glana, 1961 die Gelegenheit hatte, einige Parzellen des klassierten Château Lagrange zu erwerben, liess er sich nicht lange bitten, schlug zu und wählte als Marke den Namen einer Parzelle. Was mit fünf Hektar bestem Rebland in Saint-Julien begann, ist heute auf stolze 60 Hektar angewachsen.

Du Glana ist das grösste nicht klassierte Gut in der weltbekannten und umworbenen Appellation Saint-Julien. Die Rebgärten von du Glana liegen nicht etwa verstreut, sondern an einem Stück auf einem Plateau von Kies und Lehm, umgeben von illusteren Nachbaren wie Château Lagrange, Château Talbot, Château Branaire-Ducru oder Château Ducru-Beaucaillou. Der Cabernet Sauvignon besetzt 65 Prozent der Anbaufläche, ergänzt durch 35 Prozent Merlot.       

Die Meffe gehören nicht zu den "klassischen" Bordelaiser Gutsbesitzern. Sie stammen aus dem südlichen Rhonetal, aus Beaumes-de-Venise genauer gesagt, wo sie ebenfalls ein Weingut betreiben, das vornehmlich Rotwein anbaut: Château Les Applanats.

"Weder mein Grossvater noch mein Vater haben sich direkt um das Gut gekümmert, sondern es quasi aus dem Süden ferngesteuert", erzählt der 38 jährige Julien Meffre, der du Glana gemeinsam mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Ludovic verwaltet, "Doch wir leben heute in Bordeaux und sind voll auf du Glana präsent".  Ihr Einsatz hat sich rasch auf die Qualität von du Glana ausgewirkt. Sie begannen 1999 mit der Restrukturierung des Rebgartens, verbesserten die Anbautechniken, renovieren die Gebäude und weihen 2013 einen neuen, geräumigen Barriquekeller ein, in dem 925 Fässer Platz finden. Heute gehört der fruchtig, dichte, voller Rasse, hervorragend gearbeitete du Glana zu den wenigen unklassierten Weinen, die den Vergleich mit klassierten Nachbarn nicht zu scheuen brauchen.