Teroldego

Die Rebsorte Teroldego ist auch als „König der Rotweine des Trentinos“ bekannt. Die Rebe ergibt tiefe, rubinrote Weine, die in Stil und Charakter ihresgleichen suchen. Hier lesen Sie mehr über die alte Rebe aus Italien, ihre heutige Verbreitung und die Weine, die aus ihr hergestellt werden.

Die Rebsorte Teroldego: Herkunft und Anbau

Die Teroldego-Rebsorte ist eine autochthone Sorte aus dem Norden Italiens und neuesten DNA-Analysen zufolge die Vatersorte des Lagrein. Früher wurde die Rebsorte Teroldego nur in Trentino-Südtirol, genauer gesagt der Campo Rotaliano-Ebene angebaut. Bereits im Jahr 1383 wurde die Teroldego in einer Urkunde erwähnt – es handelt sich also um eine überaus alte Rebsorte. Der Name der Rebe stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit von dem Ort Teroldelghe, der in der Rotaliano-Ebene liegt. Hier fliesst der Fluss Noche, der im Laufe der Zeit viel Geröll und Steine aus den Bergen herunterbefördert hat. Diese steinigen Kiesböden ergeben in Verbindung mit dem dortigen Mikroklima bestmögliche Bedingungen für die Teroldego-Rebsorte. Die umliegenden Felsen speichern die Wärme des Tages und geben Sie in der Nacht an die Rebstöcke ab, was sich positiv auf Wachstum und Entwicklung auswirkt.

Heutzutage ist die Teroldego weiter verbreitet: Sie wird kleinflächig unter anderem in Kroatien, Neuseeland und Kalifornien angebaut. Auch in den folgenden Ländern gibt es kleine Bestände der Rebsorte Teroldego:

Die Teroldego ist auch unter einigen anderen Namen bekannt. Gebräuchliche Synonyme sind Tiraldola, Teroldila, Tiroldico und Tiraldega.

Weinsorten aus Teroldego: Was macht sie aus?

Die Teroldego ist die Antwort des Trentino auf den Gamay aus dem Beaujolais. Diese sehr alte, spätreifende Sorte ergibt leichte, dunkle und fruchtige Weine. Sie sind jedoch arm an Gerbstoffen – aus diesem Grund ist es ratsam, Weinsorten aus Teroldego möglichst jung zu geniessen. Schon zu Zeiten der Habsburger Monarchie in Wien galt der Teroldego-Wein als Delikatesse. Und auch heute noch ist der edle Tropfen mit seiner zarten Gerbstoffstruktur, die überraschend mächtig im Geschmack ist, äusserst beliebt. Dank der milden, angenehmen Säure fühlen sich Teroldego-Weine samtig weich im Mund an – Weinkenner und -liebhaber loben den Geschmack als einzigartig und charakterstark

Überraschend sind mitunter die Duftnoten: Gerade bei den jungen Weinen ist ein Bouquet aus Waldbeeren, Teer, Wacholder, Lorbeer und grünem Tee zu erkennen. Eines ist sicher: Der Teroldego-Wein überzeugt mit reichlich Stil und gilt als grosse Ausnahme des Rotweinangebots in Italien. 

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