Silvaner

Silvaner ist ein Wein mit kräftiger, manchmal etwas spitzer Säure und einem fruchtigen Aroma, der zu vielen verschiedenen Speisen passt. Er wird grossflächig angebaut und von Weingeniessern weltweit geschätzt. In Deutschland war Silvaner früher die bedeutendste Rebsorte, heute wird er vor allem in Rheinhessen, in der Pfalz und in Franken kultiviert. Wir erklären, was Silvaner-Weine auszeichnet.

Herkunft der Silvaner-Rebsorte

Für die Bezeichnung „Silvaner“ gibt es fast hundert Synonyme, darunter Frankenriesling, Grüner Silvaner, Johannisberg oder Gamay Blanc. Dies ist vor allem auf die weite Verbreitung der Rebsorte zurückzuführen. Ursprünglich stammt der Silvaner aus Österreich, wird heutzutage aber vor allem in Deutschland angebaut, wo er zu den autochthonen Weinsorten zählt. 

Mönche brachten die Rebsorte Silvaner im 17. Jahrhundert aus Österreich über die Landesgrenze und pflanzten sie in Franken erstmals auf deutschem Boden an. Dieser ist dort besonders lehmig, was das Wachstum der Reben massgeblich beeinflusst. Heute wird der Silvaner aber auch in der Rheinhessen-Region angepflanzt und ist zudem in der Schweiz, Italien, Kroatien, Tschechien und sogar in Kanada und Neuseeland heimisch geworden. 

Über den Ursprung der Sorte konnte man sich bis 1998 nicht einigen. Wegen der Ähnlichkeit des Wortes Silvaner zu „Transsilvanien“ vermutete man ihre Heimat zunächst in Rumänien. DNA-Analysen bestätigten aber die Elternschaft österreichischer Sorten; bei Silvaner handelt sich um eine Kreuzung zwischen Österreichisch-Weiss und Traminer.

Varianten der Rebsorte

Kein Silvaner gleicht dem anderen. Die Urform heisst Grüner Silvaner, ein Weisswein. Allerdings existieren auch rotblaue und blaue Variationen des Silvaners. Diese werden dann als Rote oder Blaue Silvaner bezeichnet. Letzten Endes ist und bleibt der Silvaner aber ein Weisswein. 

Die Farbbezeichnungen kommen von der Traube selbst, für die eine rote oder bläuliche Farbe nicht ungewöhnlich ist. Daraus werden jedoch Weissweine hergestellt, da die rote Farbe nicht intensiv genug ist, um einen Rotwein zu keltern.

Der Alkoholgehalt des Silvaners beträgt in der Regel zwischen zwölf und vierzehn Prozent. Je nach Herkunftsregion ist der Geschmack sehr unterschiedlich. Rheinhessische Silvaner beispielsweise sind wesentlich feinaromatischer als die rustikal-herbe Natur der fränkischen Ausführung.

Was prägt das typische Aroma der Silvaner-Weine?

Im Allgemeinen weist der Silvaner ein intensives, kräftiges Aroma auf und zeichnet sich durch fruchtige Aromen wie Birne aus. Diese können Sie vor allem bei Jungweinen noch herausschmecken. Je länger der Wein allerdings lagert, umso würziger wird er. Dabei verliert er zumeist seine Fruchtnote, bekommt dafür aber einen erdig-würzigen Geschmack verbunden mit vegetabilen (pflanzlichen) Aromen. 

Insgesamt charakterisiert den Silvaner eine grosse geschmackliche Vielfalt. Er kombiniert fruchtige Süsse mit einer angenehm sauren Note, die nicht zu dominant ist und letztlich im Zusammenspiel mit dem erdig-würzigen Aroma für ein intensives Geschmackserlebnis sorgt. 

Silvaner passt zu verschiedenen Gerichten

Aufgrund seines würzigen Geschmacks eignet er sich bestens dazu, beim Essen gereicht zu werden. Vor allem zu traditioneller Hausmannskost und ländlicher Küche passt der Weisswein sehr gut, aber auch zu leichteren Gerichten wie Fisch ist ein Silvaner denkbar. Natürlich können Sie ein Glas Silvaner auch ohne Mahlzeit geniessen.

Wenn Sie einen intensiven, würzigen und dennoch etwas säuerlichen Geschmack mögen, könnte der Silvaner ein Wein ganz nach Ihren Vorlieben sein. Insbesondere Silvaner, die bereits länger lagern, weisen oft einen besonders kräftigen Geschmack auf. Bedenken Sie auch, dass das Aroma des Silvaners wegen der Vielzahl an Anbaugebieten regionsbedingt sehr unterschiedlich ausfallen kann.

 

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