Scheurebe

Da die Sorte Scheurebe grosse Lagen beansprucht, aber nur durchschnittliche Erträge erbringt, ist ihr Anbau eher rückläufig. Sie ergibt aber sehr feine Weine mit einem Muskataroma und einem kräftigen Rieslingbouquet. Besonders deren Duft hat es Weinkennern angetan.

Die Scheurebe: Herkunft und Anbau

Lange wurde angenommen, dass Georg Scheu die Rebsorte Scheurebe aus Silvaner und Riesling gezüchtet hat. Es stellte sich aber heraus, dass zwar Riesling der Vater, eine Wildrebe jedoch die Mutter gewesen ist. In Österreich wird die Scheurebe auch als Sämling 88 bezeichnet.

Die Scheurebe wird vor allem in den deutschen Anbaugebieten Rheinhessen und Pfalz kultiviert. Insgesamt sind rund 1400 Hektar Land mit der Scheurebe besetzt – davon befinden sich circa 740 Hektar in Rheinhessen und 350 Hektar in der Pfalz. Auch an der Nahe ist die Scheurebe-Rebsorte zu finden. Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Neuzüchtungen im Weinanbau. Doch die Rebe ist anspruchsvoll, was den Boden anbelangt – ähnlich wie der Riesling: Geeignet ist ein trockener, karger Boden. Auch mit kalkhaltigem und Lössboden kommt die Rebsorte Scheurebe gut aus.

Der Wein der Scheurebe: Was zeichnet ihn aus?

Die Weinsorte Scheurebe überzeugt mit pikant-würzigen Aromen und rassig-lebendiger Säure. Die Rebsorte kann hohe Mostgewichte als Basis für feine Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen erreichen. Scheurebe-Weine bekommen Sie in unterschiedlichen Qualitätsstufen und Stilen: Während sich der Kabinettwein für den Verzehr in geselliger Runde eignet, bietet sich die Spätlese besonders in Kombination mit würzigem und aromatischem Essen an.

Charakteristisch für die Weinsorte Scheurebe ist die balancierte Verbindung aus Süsse und Säure. Das Aroma von Johannisbeeren lässt sich meist im Bukett entdecken. Die Farbe der Scheurebe-Weine kann je nach Qualität unterschiedlich ausfallen – goldgelb, strohgelb oder blassgelb.