Portugieser

Die rubinroten Weine aus der Rebsorte Portugieser sind frisch, duftig und süffig. Hauptsächlich angebaut wird der Portugieser hauptsächlich in Österreich und Deutschland. Vor allem in Deutschland gehört er zu den wichtigsten roten Rebsorten.

Woher stammt der Portugieser?

Der Portugieser – oft auch Blauer Portugieser genannt – ist ein leichter, frischer Wein. Er passt gut zu sommerlichen Gartenfesten und er harmoniert ausgezeichnet zu vielen Speisen. Woher stammt die Traube ursprünglich? Welche Weine werden aus ihr gekeltert?

Der Portugieser ist eine sehr genügsame und ertragreiche Rebsorte. Aus ihr werden helle, säurearme, recht einfache Rotweine mit zartem Geschmack gekeltert. Angebaut wird sie in ganz Europa; die grössten Anbauflächen liegen in Deutschland und Österreich.

Der Name lässt vermuten, dass dieser Rotwein aus Portugal stammt, doch dafür gibt es keine Belege. Lediglich ein einziges Dokument enthält Hinweise darauf, dass der Portugieser ursprünglich von Porto nach Bad Vöslau in Österreich exportiert wurde. Genauere Nachforschungen ergaben jedoch, dass die Rebsorte aus dem Nordosten Sloweniens stammt, von wo aus sie schliesslich nach Österreich und Deutschland gelangte.

Analysen der Reben-DNA bestätigen die slowenische Herkunft: Der Blaue Portugieser entstammt einer Kreuzung aus Blauer Zimmettraube und Grünem Silvaner.

Die Rebsorte „Portugieser“ wird keinesfalls überall so genannt. Da der Wein europaweit angebaut wird, gibt es für ihn zahlreiche Bezeichnungen – beispielsweise Vöslaner, Portugalka und Early Burgundy. In Rumänien ist der Portugieser Wein unter dem Namen Kékoportó bekannt. Insgesamt existieren weit mehr als hundert Synonyme für die Portugieser Rebsorte. Oft wird der Wein auch nicht Portugieser, sondern Blauer Portugieser genannt, was wahrscheinlich auf die blauschwarze Farbe der Trauben zurückzuführen ist.

Welche Wachstumsbedingungen brauchen die Portugieser Weine?

Im Allgemeinen ist der Blaue Portugieser recht genügsam und anpassungsfähig. Selbst trockene Sandböden machen ihm nichts aus. Zu viel Feuchtigkeit und kühle Böden verträgt diese Rebsorte allerdings gar nicht gut. Auch Frost schadet ihr. Überdies sind die Reben anfällig für bestimmte Krankheiten, zum Beispiel für Mehltau, Botrytis, Esca, vor allem aber für die Schwarzfleckenkrankheit.

Sind die Bodenbedingungen gut und haben die Reben die Frosttage überstanden, bringen sie hohe Erträge. In der Regel reifen die Trauben des Portugiesers früh, weshalb die Ernte oft schon im September möglich ist. In Deutschland wird der Portugieser überwiegend in der Pfalz, in Rheinhessen und an der Ahr angebaut. Insgesamt beträgt die Anbaufläche in Deutschland über 3’000 Hektar.

Wie schmeckt ein typischer Portugieser?

Der Blaue Portugieser ergibt helle, leichte Rot- und Roséweine, beispielsweise den Weissherbst. Dank seiner mild-säuerlichen Note schmeckt der Wein sehr frisch, weswegen er ein idealer Sommerwein ist.

Der Portugieser zeichnet sich ausserdem durch ein dezentes Heublumen-Aroma und fruchtige Beeren-Noten aus, was ihm insgesamt einen blumig-fruchtigen Geschmack verleiht. Da der Wein recht schnell Trinkreife erreicht, sollte er bald getrunken werden. Denn er ist nicht für eine lange Lagerung gedacht.

Die Roséweine schmecken am besten, wenn sie auf 9 bis 13 °C gekühlt sind. Die Rotweine schmecken am besten bei einer Temperatur von 14 bis 16 °C. Dann kann sich die Komplexität der Aromen vollständig entfalten.

Zu welchen Gerichten Sie den Portugieser am besten trinken

Der Blaue Portugieser enthält normalerweise weniger Alkohol als andere Rosé- und Rotweine, weswegen er sich gut als leichte Erfrischung für heisse Sommertage eignet. Er schmeckt sowohl allein als auch als Begleitung zu leichten Speisen wie Salaten, Gegrilltem und Fischgerichten.

Interessant ist, dass sich die Portugieser-Traube durchaus als Tafeltraube eignet. Da sie jedoch als Keltertraube verwendet wird, ist der Vertrieb als Tafeltraube gemäss den EU-Bestimmungen nicht gestattet.

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