Petite Arvine

Seit 400 Jahren ist die weisse Sorte mit dem Wallis verbunden und heute aus der Weinlandschaft im Rhonetal nicht mehr wegzudenken.

Ein Weinmonument aus dem Wallis

Ob trocken ausgebaut, als Flétrie mit feiner Restsüsse behaftet oder aus edelfaulen Beeren gekeltert: Petite Arvine gehört zum Besten, was die Walliser Weinlandschaft zu bieten hat. Im Wallis wurde die Sorte bereits im Jahr 1602 erstmalig erwähnt. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Fluss Arve ab, durch dessen Tal die Rebsorte in den Wallis gelangt sein könnte. „Petite“ wird die Rebsorte seit dem 19. Jahrhundert genannt, um sie von der heute nicht mehr kultivierten Arvine Grande zu unterscheiden.

Die Petite Arvine – eine Rebe mit hohen Ansprüchen

Die Rebe ist eine Diva. Die spätreifende Sorte verlangt nach den besten Lagen, verabscheut fette Böden und reagiert empfindlich auf Trockenheit. Wenn Klima und Terroir den hohen Ansprüchen genügen, kann die Petite Arvine herausragende Eigenschaften entfalten. Die frischen, lebhaften Weine mit Noten von Zitrus, Grapefruit, Rhabarber und der feinen salzigen Mineralität im Finish begeistern im In- und Ausland. Kein Wunder, dass sich die mit Petite Arvine bestockte Rebfläche seit den 1990er Jahren vervierfacht hat. Heute stehen im Wallis auf rund 160 Hektar Petite-Arvine-Reben. Auch in anderen Kantonen ist die Sorte beliebt. In Genf, der Waadt und im Tessin wurden bereits kleine Bestände angepflanzt. Auch im italienischen Aostatal wird die Petite Arvine angebaut.

Gute Qualitäten mit hohen Mostgewichten lassen sich auch im Barrique ausbauen und verleihen der Sorte in Kombination mit den feinen Röstnoten des Eichenholzes eine neue Dimension. Die Weine besitzen ein sehr gutes Reifepotential. Wenn die Trauben am Stock überreif werden und einschrumpfen, können sie zum Flétrie ausgebaut werden. Dieser klassische Schweizer Süsswein wird auch aus anderen Rebsorten wie Amigne, Pinot Gris und dem Silvaner gekeltert. Ein Petite Arvine passt hervorragend zu Süsswasserfischen, Geflügel und auch Weichkäse. Zudem ist der weisse Walliser ein ausgezeichneter Begleiter zu Raclette. Der Süsswein harmoniert ausgezeichnet mit Blauschimmelkäse

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