Mourvèdre

Den Ursprung der Sorte vermutet man in der Nähe von Valencia, an einem Ort namens Murviedro. Ihre roten Beeren sind klein und dickschalig und ergeben einen dunklen, tanninreichen Wein, der gern für Mischweine verwendet wird. Bei Weinkennern und Enthusiasten ist die Mourvèdre auch als „Rebe des Südens“ bekannt.

Die Rebsorte Mourvèdre: Herkunft und Anbau

Bei der Mourvèdre-Rebsorte handelt es sich um eine beliebte und angesehene Rotweinsorte mit Ursprung im schönen Spanien; dort ist sie mindestens seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Im internationalen Raum hat sich zwar der Name Mourvèdre durchgesetzt, in Spanien heisst sie allerdings nicht Mourvèdre, sondern Monastrell. Zunächst war nicht sicher, ob es sich bei Monastrell und Mourvèdre überhaupt um die gleiche Sorte handelt. In jüngerer Zeit wurde jedoch erwiesen, dass die Mourvèdre mit der in Spanien angebauten Monastrell identisch ist. Bis heute ist die Sorte in Spanien sehr beliebt. Auch in Frankreich wird die Rebsorte Mourvèdre im grossen Stil angebaut – besonders in Südfrankreich. Darüber hinaus wird sie auch in Australien und Kalifornien kultiviert. 

In Südfrankreich wird die Mourvèdre-Rebsorte in den Regionen Languedoc-Roussillon, Rhône und Provence angebaut. Auch auf Korsika gibt es einige Bestände. Insgesamt werden die Trauben in Frankreich auf rund 10‘000 Hektar angebaut. Das ist jedoch noch nichts im Vergleich zu Spanien: Hier wachsen die Reben auf gut 60‘000 Hektar

Die Mourvèdre-Rebe genauer untersucht

Was hebt die Mourvèdre-Rebe eigentlich von anderen ab? Zum einen zeichnet sie sich durch ihren auffällig geraden Wuchs aus. Die Rebstöcke sind ertragreich: Für die Qualität der Trauben und des Weines ist ein gut geplanter Rebschnitt unbedingt erforderlich. Die Trauben treiben recht spät aus und brauchen anschliessend eine lange Zeit zum Reifen. Dafür sind die Rebstöcke auf konstante Wärme und viel Sonne angewiesen. Karge, trockene Böden können der Mourvèdre so schnell nichts anhaben.

Die mittelgrossen, kompakten Trauben haben eine leichte Kegelform und fallen besonders durch ihre bläuliche, fast schon schwarze Farbe auf. Zum Schutz vor Sonne und Hitze haben die Trauben eine dicke Schale. Das Fruchtfleisch der Mourvèdre ist butterweich und saftig, jedoch äusserst bitter. 

Was zeichnet die Weinsorten aus Mourvèdre aus?

Mourvèdre ist unter anderem eine „Verbesserungssorte“, die Weinen mehr Struktur verleiht. Deshalb wird sie oft für Verschnittweine verwendet. Mourvèdre-Trauben ergeben kräftige, schwere, tanninreiche und lagerfähige Weine, die sich durch ihren Brombeerduft auszeichnen. Trotz der fruchtigen Note sind Mourvèdre-Weine harmonisch und elegant. Weinkenner und Weinliebhaber wissen besonders den einzigartigen Charakter dieser Rotweine zu schätzen: Wird der edle Tropfen jung getrunken, lassen sich deutlich Aromen von schwarzen Früchten wie Brombeeren sowie eine Pfeffernote herausschmecken. Ist der Mourvèdre-Wein schon etwa rund fünf Jahre gelagert, werden die Aromen immer komplexer. Die reiferen Weine zeichnen sich durch ihren Duft nach Leder, Trüffel und Marmelade aus. Probieren Sie sie selbst!

Persönliche Empfehlungen zu: Mourvèdre

Persönliche Angaben

Bitte loggen Sie sich ein.
Diese Funktion steht Ihnen nur als registrierter Benutzer zur Verfügung.
Login Registrieren Weinnotizen schliessen