Elbling

Der Elbling ist eine alte, sehr ertragsreiche Rebsorte, die heute hauptsächlich an der Mosel und in Luxemburg angebaut wird. Bis zum Mittelalter war die Weinsorte Elbling sehr wahrscheinlich die am meisten angebaute in Deutschland. Mittlerweile hat sie starke Konkurrenz bekommen. Doch das hat ihre Qualität keineswegs beeinträchtigt.

Die Ursprünge des Elblings

Die Wurzeln des Elblings befinden sich in Deutschland, wo er einst die am weitesten verbreitete Rebsorte war. Heute gibt es mehr als hundert Bezeichnungen für die Weissweinsorte, woran allein schon deren lange Tradition und weite Verbreitung ablesbar ist. Der eine oder andere wird den Elbling vielleicht auch als Albich, Burger oder Elsässer kennen. Weitere Synonyme sind Weisser Elbling, Grobriesling, Grossriesler, Gros Blanc, Burger und Alva.

DNA-Analysen haben ergeben, dass der Elbling mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Kreuzung aus dem Weissen Heunisch und dem Traminer ist. Es existieren wenige neue Züchtungen des Elblings. Zwar gibt es den Roten Elbling, dieser gilt jedoch nicht als Neuzüchtung, sondern als Mutation. Er besitzt statt weissen Trauben rote, dennoch werden aus diesen Weissweine gekeltert.

Übrigens ist der Elbling vom Schwarzen oder Blauen Elbling zu unterscheiden. Diese beiden Rotweinsorten gehören nämlich nicht zum Elbling, sondern werden dem Trollinger zugeordnet. 

Wo hat sich der Elbling als Rebsorte entwickelt?

Experten bezeichnen den Elbling als die im Mittelalter am häufigsten angebaute Rebsorte in Deutschland. Später bekam sie zunehmend Konkurrenz von anderen Rebsorten wie dem Riesling und dem Silvaner. Mittlerweile wird der Elbling-Wein fast nur noch im Moselgebiet angebaut. 

Vor allem in der Region Obermosel fühlt sich der Elbling sehr wohl. Die dort vorhandenen Muschelkalkböden sind das bevorzugte Terrain der Rebsorte – sie sorgen dafür, dass die typischen Elbling-Geschmacksnoten noch besser hervorstechen. Im Allgemeinen jedoch stellt der Elbling keine hohen Ansprüche an seinen Boden und den Anbaustandort. 

Da die Rebsorte Elbling flächenmässig deutlich weniger verbreitet ist als es früher der Fall war, entwickelt sie sich immer mehr zu einer Spezialität, die von Weinkennern geschätzt wird. Dabei kommt dem Gebiet an der Mosel eine besondere Bedeutung zu, denn dort bauten bereits vor mehr als 2'000 Jahren die Römer den Elbling an. Ob die Römer die Rebsorte in das Land brachten, bevor sie autochthon in Deutschland wurde, ist nicht sicher überliefert.  

Obwohl die Elbling-Rebsorte überwiegend auf deutschem Boden wächst, finden sich auch kleinere Anbaugebiete im Elsass, in Lothringen, Luxemburg und auch im Schweizer Kanton Bern. Doch sind dort Bestand und Erträge weitaus geringer.

Wie schmeckt der Wein vom Elbling?

Der Weisse Elbling ergibt unkomplizierte Weine, die Aromen von Boskop-Äpfeln, Weinbergpfirsich und Zitronen tragen. Sie haben einen hohen Säuregehalt und sind extraktarm. Dementsprechend schmecken Elbling-Weine fruchtig und besitzen eine säuerliche Note. Daher werden Elbling-Trauben oft zu Schaumweinen verarbeitet, beispielsweise zu erfrischend-belebenden Sekt. Der Weisswein an sich ist eher von trockener Natur. 

So geniessen Sie den Elbling am besten

Das vollmundige Aroma des Elblings können Sie pur als Sekt oder Weisswein genießen. Der Elbling gilt als unkomplizierte Erfrischung an warmen Sommertagen in einer geselligen Runde. Daneben eignet er sich auch hervorragend als Ergänzung zu leichten Gerichten.

In erster Linie harmoniert er hierbei sehr gut mit der mediterranen Küche. Die säuerlich-trockene Erfrischung passt vor allem zu Meeresfrüchten oder Fisch. Insgesamt kann der Elbling vielseitig eingesetzt werden und weckt bei zahlreichen Anlässen die Lebensgeister.

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