Dolcetto

Der rubinrote Dolcetto ist ein klassischer Alltagswein im provinziellen Piemont. Doch auch ausserhalb Norditaliens, zum Beispiel in Frankreich, den USA, Neuseeland und Australien sind Rebflächen mit Dolcetto bepflanzt. Dolcetto-Weine sind wegen ihres geringen Alkohol- und Säuregehalts sehr bekömmlich und deshalb besonders beliebt bei Weinliebhabern mit empfindlichem Magen.

Geschichte und Herkunft der Rebsorte Dolcetto

Dolcetto gilt als einheimische Rebsorte Piemonts und doch ranken sich um ihre Herkunft verschiedenste Theorien. Einige Rebenforscher vermuten ihren Ursprung in Frankreich, von wo aus sie im 11. Jahrhundert ihren Weg in die piemontische Grafschaft Monferrat fand. Andere wiederum glauben, sie stamme aus Dogliani im Süden des Piemont. Für beide Hypothesen gibt es keine sicheren Belege.

Gesichert ist jedoch, dass die Sorte, damals noch als Dozetti bezeichnet, erstmals Ende des 16. Jahrhunderts auf einer Bestandsliste in der Gemeinde Dogliani auftaucht und Ende des 18. Jahrhunderts von dem Grafen Nuvolone aus Menferrato erwähnt wird. Von dort aus breitete sich die Traube schnell in den Westen Italiens aus und gelangte über italienische Auswanderer auch nach Kalifornien und Australien, wo es heute bereits 150 Jahre alte Reben gibt. 

Geografie: Verbreitung des Dolcetto

Der Wein aus der Dolcetto-Traube mag ein klassischer Alltagswein für die Landbevölkerung Piemonts sein, doch er wird überall auf der Welt kultiviert und getrunken. So findet man ihn in Frankreich, Neuseeland und Australien genauso wie in den kalifornischen Weinbaugebieten Mendocino County, Russian River Valley, Napa Valley, Santa Cruz Mountains und Santa Barbara County. In seinem Heimatland Italien ist der Dolcetto neben Nebbiolo und Barbera einer der wichtigsten Rotweine im Piemont. Er wird genauso aber auch in Ligurien und in der Lombardei angebaut. Unterschieden werden sieben Dolcetto Weingebiete mit DOC- bzw. DOCG-Siegel:

  • Dolcetto d’Acqui
  • Dolcetto d’Alba
  • Dolcetto d’Asti
  • Dolcetto di Diano d’Alba
  • Dolcetto di Dogliani
  • Dolcetto d’Ovada
  • Dolcetto delle Langhe Monregalesi

Einen besonders guten Ruf als Qualitätswein geniesst die Weinsorte Dolcetto d’Alba, die sich durch ihren kräftigen Geschmack auszeichnet. Doch auch andere rein gekelterte Dolcetto-Weine können mit diesem Wein mithalten. 

Der Wein aus der Dolcetto-Rebe 

Lassen Sie sich von seinem Namen nicht täuschen. Zwar bedeutet Dolcetto aus dem Italienischen übersetzt „die kleine Süsse“, süss ist der Wein deshalb aber noch lange nicht. Vielmehr ergibt die Rebsorte trockene, harmonisch ausgeglichene Weine mit leicht bitterer Mandelnote. Charakteristisch für den Dolcetto ist sein fruchtiger Geschmack gepaart mit ausgewogener Säure und dezenten Tanninen. Sein Bouquet ist geprägt von Brombeeren, Pflaumen und einem Hauch Lakritz.

Dolcetto ist ein Wein, der am besten jung genossen wird, weil er kein allzu ausgeprägtes Alterungspotenzial aufweist. Ideal ist er, wenn er ein Jahr im Fass gereift ist. Wegen seines leichten, harmonischen Charakters und des geringen Säure- und Alkoholgehalts ist der Wein besonders verträglich und passt zu den verschiedensten Mahlzeiten. 

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