Aligoté

Das Hauptanbaugebiet von Aligoté liegt im Burgund. Hier hat diese Rebe mit dem Weinbaugebiet Bourgogne Aligoté sogar ihre eigene Appellation. Weitere Rebflächen finden sich in Osteuropa, vor allem in Moldawien, Rumänien oder Russland. Kleinere Anbauregionen existieren auch in Australien, Chile, Georgien, der Schweiz und den USA.

Herkunft der Aligoté-Rebe

Die Rebsorte Aligoté ergibt einen Weisswein, der von seinem französischen Ursprung geprägt ist. Er wird auch als Plant Gris, Troyen Blanc oder Beaunois bezeichnet, um nur einige der zahlreichen Synonyme zu nennen. Mithilfe einer Genanalyse der Aligoté-Rebstöcke haben Experten festgestellt, dass er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus einer Kreuzung von Heunisch und Pinot entstanden ist. Damit reiht sich der Aligoté in die Familie der Burgunder ein und macht seinem Hauptanbaugebiet alle Ehre.

Hügelige und höher gelegene Regionen, in denen Kalkstein vorherrscht, bieten die optimalen Voraussetzungen für den Aligoté. Befindet sich ausserdem Lehm im Boden, steht einem gesunden Wachstum der Rebe nichts mehr im Weg.

Auch in der Schweiz ist die Weinsorte beliebt, vorwiegend in der Region um Genf. Hier steht die Natürlichkeit des Weins im Fokus; das fruchtig-frische Aroma sticht besonders hervor. Aber auch nussige Nuancen und Kräuter-Noten finden sich im Geschmacksbild des Aligotés. 

Weinsorte Aligoté: Jung, aber mit Charakter

Aus Burgunds «zweiter» Rebsorte neben dem Chardonnay entstehen leichte Weine mit viel Säure. Sie dient der Herstellung von Aperitif-Weinen und ist die traditionelle Grundlage für Kir. Letzterer überzeugt Weintrinker vor allem mit seinem fruchtigen Geschmack. Die Mischung aus dem Aligoté-Wein und Cassis-Likör ist ein beliebter und häufig servierter Aperitif. 

Aligoté ist dazu gedacht, nicht lange gelagert zu werden. Die meisten Weinexperten setzen auf eine Lagerung von maximal zwei bis drei Jahren. Nur so kann die fruchtig-säuerliche Frische des Weins erhalten bleiben. Dabei spielt es keine Rolle, ob er als Schaumwein oder stille Variante getrunken wird. Seine frühe Trinkreife ist eines der Hauptmerkmale des Aligotés.

Höhere Qualitätsstufen erreicht die Aligoté-Rebsorte nur in hervorragenden Lagen an Hängen, wie es im Weinbaugebiet Bourgogne Aligoté der Fall ist. Speziell die Ortschaft Bouzeron ist dafür bekannt, den besten Aligoté herzustellen. Der hier angebaute Wein steht dem nahe verwandten Chardonnay in nichts nach. Trotz seines jungen Alters besitzt der Wein einen einzigartigen Charakter mit einer hervorstechenden Zitrusnote. Seine trockene Natur vereint sich mit blumig-fruchtigen Aromen. Beide Eigenschaften ergeben in ihrer Kombination einen äusserst stimmigen Wein.

Optische Merkmale der Rebsorte Aligoté

Die Rebe des Aligotés zeigt sich in einer blassgrünen Frische. Sie ist kräftig in ihrem Wuchs und erzeugt deshalb viele Trauben. Zumeist sind die Reben so gut ertragreich, dass eine gezielte Ertragsminderung durchgeführt werden muss – nur so lassen sich die Qualitätsstandards einhalten. In Fachkreisen wird dies als Reberziehung bezeichnet. Dazu gehört vor allem der Rebschnitt.

Im Allgemeinen müssen die Reben vor Mehltau oder Rohfäule geschützt werden. Denn diese Rebstock-Krankheiten beeinflussen nicht nur die Qualität des Weins, sondern machen den Wein bei einem Befall oftmals ungeniessbar.

Wie Sie den Aligoté servieren

Wegen seiner Fruchtigkeit eignet sich dieser Weisswein sehr gut, um ihn im Sommer zu servieren. Seine kräftigen Zitrus- oder Apfelaromen harmonieren besonders mit leichten Gängen wie Fischgerichten, Salaten oder gedünstetem Gemüse. Geniessen Sie den Aligoté bei elf bis zwölf Grad Celsius, haben Sie ihn auf die optimale Temperatur heruntergekühlt.

In Verbindung mit Crème de Cassis wird der Aligoté vorwiegend als Aperitif getrunken. Zu Grill- und Gartenfesten stellt er einen fruchtig-frischen Appetitanreger dar. Seine lebhafte Leichtigkeit erreicht er aber sowohl in seiner Reinform als auch mit einer leichten Brombeer- oder Johannisbeernote als Kir

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