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Wallis

Der grösste Weinbaukanton der Schweiz verfügt über ein immenses Qualitätspotenzial. In unterschiedlichsten Terroirs und Höhenlagen entlang der Rhone können weit über 20 Sorten perfekt ausreifen. Ein besonderer Schatz sind alteingesessene Sorten wie Petite Arvine, Heida, Amigne, Cornalin oder Humagne.

Geschichte

Schon bevor keltische Stämme etwa 600 vor Christus das Wallis besiedelten, wuchsen hier Reben. Doch die ersten Weine wurden wahrscheinlich von den Römern gekeltert. Erst ab dem 4. Jahrhundert, als sich die christliche Religion verbreitete, stieg auch die Bedeutung des Weinbaus. Dabei spielten die Klöster eine Schlüsselrolle. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts trieben Pest-Epidemien und eine Klima-Abkühlung viele Bauern in die Emigration. Die grosse Renaissance begann erst 1960, als die Eisenbahn ins Wallis kam. Gleichzeitig wurden die alten, schwer zu kultivierenden Sorten durch neue Gewächse wie Chasselas, Pinot noir oder Silvaner ersetzt. Den quantitativen Höhepunkt erreichte die Walliser Weinwirtschaft im Jahr 1983. Danach wechselten die Winzer zu einer Qualitätsstrategie. 1990 wurde die kontrollierte Herkunftsbezeichnung AOC eingeführt, später erhielten verschiedene Gemeinden das Anrecht auf die Appellation «Grand Cru».

Geografie

Zwischen dem Bergdorf Visperterminen, der Hochburg der Heida-Weine, und dem Rhoneknie bei Martigny liegen 80 Kilometer. In unterschiedlichen Höhenlagen von 450 bis 1'100 Meter über Meer und auf verschiedensten Bodentypen (Granit, Löss, Kalk, Kiesel) können gemäss AOC-Ordnung bis zu 49 Sorten ausreifen. Der Haupt-Rebgürtel befindet sich am rechten Rhoneufer, hier reifen 85 Prozent der Walliser Weine.

Klima

Im Herzen der Alpen gelegen, und von den Bergschranken vor Niederschlag geschützt, wachsen die Walliser Reben in einem steppenartigen Klima, geprägt vom warmen Föhn-Wind. Mit 2'100 Sonnenstunden pro Jahr und weniger als 600 Millimeter Niederschlag pro Jahr und Quadratmeter sind die Bedingungen für den Weinbau perfekt.

Weine

Mineralisch frischer Chasselas, ausdrucksstarker Pinot noir und elegante Cuvées (die bekannteste ist der Dôle) geben den Ton an. Immer mehr Topweine werden aus Spezialitäten wie Heida, Petite Arvine, Amigne, Humagne, Cornalin und Syrah gekeltert.

Sorten

Pinot noir (1714 Hektar), Chasselas (1081 Hektar) und Gamay (726 Hektar) dominieren, im Aufwind sind Petite Arvine (150 Hektar), Syrah (157 Hektar), Humagne rouge (125 Hektar) und Cornalin (115 Hektar).

Rebfläche

5'100 Hektar.

Karte

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