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Ostschweiz

Der grosszügig definierte Begriff Ostschweiz umfasst rund ein Dutzend Weinbaukantone, von Schaffhausen, über Basel-Landschaft bis Graubünden. Gemeinsam ist ihnen der Pinot Noir als Prestige-Sorte. Weisse Spezialitäten sind im Aufwind.

Geschichte

Funde in den römischen Ausgrabungsstätten weisen darauf hin, dass in der Ostschweiz schon vor 2'000 Jahren Weinbau betrieben worden ist. Im Mittelalter entwickelten Klöster und Adelshäuser die Weinbaukultur weiter. Die Sorte Completer etwa wurde schon im Jahr 926 erstmals in Malans erwähnt. Schon früh, nämlich während des Dreissigjährigen Krieges (1618 bis 1648), soll der bretonische Herzog Duc de Rohan den Blauburgunder nach Graubünden gebracht haben. Noch vor 150 Jahren wurden in der Ostschweiz auf annähernd 13'000 Hektar Wein angebaut, damit war die Rebfläche hier gar grösser als in der Westschweiz. Nach dem Reblausbefall im 19. Jahrhundert wurden jedoch nur mehr die besten Lagen neu bepflanzt.

Geografie

Der Weinbau in der Ostschweiz konzentriert sich auf klimatisch privilegierte Lagen an Seeufern, Flusstälern oder geschützten Hügellagen. Die Böden sind in Juranähe sehr kalkreich, ansonsten dominieren moränen- oder kalkhaltige Lehmböden, in den Kantonen St. Gallen und Graubünden auch Schiefer und Kieselgestein.

Klima

Die Ostschweiz gilt weinmässig noch immer als «Cool Climate»-Gebiet, obwohl die Weine im Zuge der Klimaerwärmung konzentrierter und fülliger ausfallen. Viele Weinberge profitieren von der ausgleichenden Wirkung von Seen und Flüssen. Warme «Föhn»-Winde, auch «Traubenkocher» genannt, spielen in gewissen Regionen eine wichtige Rolle. Die Sonnenpräsenz beträgt durchschnittlich 1'500 Stunden bei einer Niederschlagsmenge von rund 1'100 Millimetern pro Jahr und Quadratmeter.

Weine

Der Pinot noir (vom leichten Alltagswein bis zur hochkarätigen Barrique-Selektion) spielt die Hauptrolle, bei den Weissweinen dominiert der frischfruchtige Müller-Thurgau, Spezialitäten wie Sauvignon blanc, Chardonnay oder alte Sorten wie Elbling und Räuschling sind im Aufwind. Pinot Noir - welcher oft Blauburgunder genannt wird – ist die historisch und kulturell gewachsene Basis des Weinbaus in des Ostschweiz, z. Bsp. in Schaffhausen, welches Blauburgunderland genannt wird, und im Bündnerland.

Sorten

Pinot noir, Müller-Thurgau, Chardonnay, Pinot gris, Sauvignon blanc, Gewürztraminer, Garanoir, Diolinoir, Räuschling, Elbling.

Rebfläche

Die wichtigen Weinbaukantone sind Schaffhausen (485 Hektar), Graubünden (422 Hektar), Thurgau (275 Hektar) und St. Gallen (220 Hektar), auch in Appenzell und im Fürstentum Liechtenstein gibt es Rebflächen.

Karte

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