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Alentejo

Der Alentejo wird oft als «das Kalifornien von Portugal» bezeichnet. Tatsächlich: Viele Toperzeuger produzieren hier ihre Weine konsequent nach den Bedürfnissen des Marktes, das heisst frei von traditionellen Vorgaben, trotzdem sind Weine aus alteingesessenen Sorten wieder auf dem Vormarsch.

Geschichte

Weinanbau war im Alentejo bereits zu vorrömischen Zeiten verbreitet. Das belegen Amphoren, die bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt worden sind. Unter den Römern erlebte der Weinbau eine erste Blütezeit. Als im 8. Jahrhundert arabische Stämme die iberische Halbinsel eroberten, erlitt die Weinproduktion einen herben Rückschlag. Im 16. Jahrhundert begann dann die Renaissance. 1885 wurde hier die erste Weinbaugenossenschaft Portugals gegründet. Seit rund 20 Jahren sorgen Investoren nun für einen neuen Weinbauboom im Alentejo.

Geografie

Das Weinbaugebiet Alentejo erstreckt sich von Lissabon in südlicher Richtung bis zur Küstenregion Algarve. Die Böden bestehen hauptsächlich aus rotem Lehm im Süden sowie Schiefer und Granit. Im Osten des Anbaugebietes werden Reben bis in Höhenlagen von 700 Metern kultiviert.

Klima

Das Klima charakterisiert sich durch äusserst heisse und trockene Frühlinge und Sommer. Doch obwohl die Niederschlagsmengen mit jährlich 600 Millimetern gering sind und Subregionen wie Moura oder Reguengos als sehr heiss gelten, gibt es im Alentejo auch kühle Regionen, etwa entlang der Küste oder im nordöstlich gelegenen Anbaugebiet Portalegre.

Weine

Hochwertige Alentejo-Weine sind meist Assemblagen aus verschiedenen Sorten, die sich mit dunkelbeeriger Frucht, ergänzt mit floralen und eichenwürzigen Komponenten auszeichnen. Trotz ihrer Opulenz mangelt es den Weinen heute nicht mehr an Ausgewogenheit und Eleganz. Die weissen Crus überraschen oft mit ihrer Bekömmlichkeit und Frische.

Sorten

Arinto, Roupeiro, Antão Vaz (alle weiss) sowie Trincadeira, Aragonês, Touriga Nacional, Alicante Bouschet, Cabernet Sauvignon und Syrah (alle rot)

Rebfläche

rund 22'000 Hektar