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Saint-Estèphe

Die nördlichste der sechs Gemeindelagen des Haut-Médoc ergibt Weine von besonders komplexer Art, die nicht nur von ihrer Nähe zum Fluss, sondern auch vom Atlantik beeinflusst werden.

Geografie

Aufgrund der Distanz zu Bordeaux ist Saint-Estèphe die Ecke des Haut-Médoc, die als letzte vom Spitzenweinbau erobert wurde. Hier entstanden viele Marken erst im 19. Jahrhundert. Darum gibt es hier auch nur fünf klassierte Spitzengüter, dafür aber rund 40 unklassierte, die ebenfalls hochkarätige Weine erzeugen.      

Terroir

Wie in Margaux vermischen sich hier Kuppen von tiefgründigem Kies mit Böden aus Quarz, Lehm und Kalk. Doch im Gegensatz zur weiter südlich gelegenen Gemeinde sind hier die atlantischen Einflüsse dominanter. Ferner wirkt die Gironde in den flussnahen Weingärten als ausgleichender Faktor. 

Sorten

Aufgrund der besonderen Terroirstruktur macht der Merlot oft bis zu 50 Prozent einer Assemblage aus, auch wenn er offiziell nur 40 Prozent der Rebfläche für sich in Anspruch nimmt, ergänzt durch 50 Prozent Cabernet Sauvignon und wenig Cabernet Franc und Petit Verdot. 

Stil

Es gibt keinen einheitlichen Stil in Saint-Estèphe. Weine von Böden aus kargem Kies in Flussnähe geraten kernig und kräftig wie ein Pauillac, andere Güter pflegen einen Stil, der dem eines Margaux nahekommt, mit besonders eleganten, geschmeidigen und duftigen Weinen, und das Gros der unklassierten Marken füllt einen robusten, würzigen, breitschultrigen Wein in die Flasche.

Optimale Trinkreife

6–15 Jahre für einfachere Weine und Jahrgänge,
10–30 Jahre für Lagerjahre und Spitzenweine.

Karte

Ausgewählte Anbaugebiete

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