Zurück zur Übersicht

Moulis & Listrac

Im Rahmen des staatlichen Ursprungsschutzes erhielten in den 1930er-Jahren sechs Médoc-Gemeinden Anrecht auf eine eigene Appellation. Dazu gehören Moulis und Listrac, Hochburgen unklassierter Spitzenweine.

Geografie

Die Nachbarn Listrac und Moulis liegen etwas weiter landeinwärts zwischen Margaux und Saint-Julien. Die Bordeaux-Anbaugebiete halten sich massgeblich an die Gemeindegrenzen, auch wenn einige Parzellen in Nachbargemeinden wie Arcins, Avensan, Cussac oder Lamarque ebenfalls Anrecht auf die Bezeichnung Moulis haben.

Terroir

Die besten Kieskuppen von Listrac und Moulis, auf denen bekannte Güter wie Fonréaud, Chasse-Spleen oder Poujeaux liegen, sind qualitativ denen anderer Médoc-Gemeinden gleichzusetzen. Listrac verfügt zusätzlich über interessante Böden aus Lehm über Kalk. Wenn hier keine Güter klassiert wurden, ist das vor allem historisch bedingt.  

Sorten

Cabernet Sauvignon und Merlot werden praktisch zu gleichen Teilen angebaut und machen das Gros des Rebsatzes aus. Wie überall im Médoc geht auch hier der Anteil an Cabernet Franc zurück. Dafür wird wieder etwas Petit Verdot angebaut, wenn auch in verschwindend kleiner Menge.      

Stil

Ein Moulis kommt stilmässig einem Margaux recht nah und gerät im besten Fall angenehm fruchtig, ausgewogen und elegant, auch wenn seine Gerbstoffe oft etwas breiter ausfallen und dann eher an die eines Saint-Julien erinnern. In Listrac geraten die Weine meist etwas robuster und besitzen dank eines leicht höheren Merlot-Anteils auch mehr Biss.      

Optimale Trinkreife

5–12 Jahre für einfachere Weine und Jahrgänge,
8–20 Jahre für Spitzenjahre und -weine.

Karte

Ausgewählte Anbaugebiete

Erfahren Sie mehr über Ihre Lieblings-Weinanbaugebiete.