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Weinbaugebiet Sachsen: Klein, aber fein

Der Weinbau in Sachsen ist klein, aber erfolgreich – so manch edler Tropfen aus diesem Gebiet lässt die Herzen von Weinliebhabern höherschlagen. Erfahren Sie jetzt mehr über die Weinanbaugebiete in Sachsen sowie über die Weine, das Klima und die Rebsorten. Wissen Sie, was eine „Sachsenkeule“ ist? Im Folgenden erfahren Sie es.

Weinbau in Sachsen: Die Eckdaten

Das Weinbaugebiet Sachsen ist eines der kleinsten zusammenhängenden Weinbaugebiete in Deutschland – ausserdem ist es das am nördlichsten gelegene. In ganz Europa ist es sogar das nordöstlichste. Insgesamt umfasst das Gebiet rund 488 Hektar und wird von circa 2‘500 Winzern unterhalten – 99 Prozent davon sind Kleinwinzer. 

Das Gebiet erstreckt sich entlang der Elbe, beginnend in Pirna. Von dort aus reicht es über Dresden, Radebeul und Meissen bis nach Diesbar-Seusslitz, einem kleinen Elbweindorf. Es gibt aber auch Weinberge, die zwar nicht in Sachsen liegen, weinrechtlich jedoch trotzdem zum Weinanbaugebiet Sachsen gehören: Dazu zählen zum Beispiel eine Hand voll Weinberge rund um das brandenburgische Schlieben, von denen auch einige geografisch zu Sachsen-Anhalt gehören. Insgesamt rund 27 Hektar Rebfläche befinden sich ausserhalb sächsischen Staatsgebiets. 

Das gesamte Weinbaugebiet Sachsen unterteilt sich in drei Regionen:

In all diesen Gebieten sind die Böden unterschiedlich beschaffen. Grundsätzlich ist der Weinbau in Sachsen von Sandstein und verwittertem Granit geprägt. Letzterer ist vor allem bei Meissen zu finden. Rund um Zadel dominieren eher Schwemmlandböden und Lösslehm.

Der Weinbau in Sachsen unterliegt teilweise grossen Schwankungen, die sauf das Klima zurückführen sind. Im Grunde ist das Weinanbaugebiet in Sachsen eher von einem trockenen, kontinentalen Klima geprägt. Trotzdem gibt es mitunter sehr kalte Winter und heisse Sommer. Die hohe Wahrscheinlichkeit von Spätfrost hat Ertragsschwankungen im Weinbau zur Folge. 

Welche Rebsorten werden in Sachsen angebaut?

Der Weinbau in Sachsen bringt vornehmlich Weissweine hervor – rund 80 Prozent der Anbaufläche werden für Weisswein-Trauben genutzt, der Rest für den Anbau von Rotwein. Rosé wird nur in ganz geringen Mengen produziert. Zu den bedeutendsten Rebsorten gehören Müller-Thurgau, Riesling, Traminer, Weissburgunder und Grauburgunder. Besondere Beachtung findet der Goldriesling, denn dieser wird nirgendwo sonst in Deutschland hergestellt. Bei den Rotweinen gehören dagegen Pinot noir sowie Dornfelder zu den wichtigsten Reben. Insgesamt werden in den Weinbaugebieten in Sachsen rund 59 Rebsorten angebaut.  

Der Charakter der Weine aus dem Weinbaugebiet Sachen

Die Weine aus Sachsen zeichnen sich durch einige besondere Aspekte aus: Sie sind fruchtig, trocken und charakterstark. Auch die Frische wird von Weinkennern und Liebhabern stets gelobt. Weissweine aus Traminer und Weissem Burgunder, die von der Elbe stammen, gelten als wahre Weinraritäten – aus diesem Grund gehören sie zu den teuersten Weinen Deutschlands

Im Zusammenhang mit dem Weinanbaugebiet Sachsen ist der Begriff „Sachsenkeule“ in aller Munde: Dabei handelt es sich um eine Weinflasche in einer speziellen Form, für die der Weinbau in Sachsen berühmt ist. In keinem anderen Weinanbaugebiet gibt es diese keulenförmige Art von Flaschen – sie sind daher ein berühmtes Markenzeichen der Region. 

Weinbaugebiet Sachsen: Bewirtschaftung per Hand

Das Besondere am Weinbau in Sachsen sind nicht nur die fruchtigen, frischen Weine, sondern auch die vorwiegend manuelle Bewirtschaftung – ein weiterer Faktor, der für die Qualität der Weine aus Sachsen spricht. Dieser Umstand hängt damit zusammen, dass sich rund 55 Prozent der Weinberge in Steil- und Hanglagen befinden.

Das Elb-Florenz

Die Weinberge, die meist terrassiert sind, verleihen dem Gebiet einen speziellen Charme: Besonders in den warmen Monaten wirkt die Weinlandschaft an der Elbe beinahe schon mediterran – was zum einen an den Weinbergen und zum anderen an den milden Temperaturen liegt. Aus diesem Grund wird Dresden, die an der Elbe gelegene Landeshauptstadt Sachsens, in den Sommermonaten auch liebevoll „Elb-Florenz“ genannt.

Das Weinanbaugebiet Sachsen ist in jedem Fall eine Reise wert: Überzeugen Sie sich von dem mediterranen Flair der Landeshauptstadt Dresden und geniessen Sie die Weinspezialitäten der Region!